Landrefugium Obermüller

Nachhaltig und regional. Beste Qualität aus der Region.
Wir legen viel Wert auf kurze Lieferwege und langjährige Lieferantenbeziehungen. Dabei achten wir besonders auf die regionale Herkunft und die Frische der Zutaten, die der Jahreszeit entsprechend geliefert und verarbeitet werden. So finden Sie auf unserer Speisekarte beispielsweise Donauzander, niederbayerischen Jungbullen, Untergriesbacher Champignons und Kräuter aus dem eigenen Hochbeet. Brot- und Backwaren aus der Geniesserbäckerei Pilger. Molkereiprodukte aus der Hofmolkerei Wilhelm und Innstolz.

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Motorrad und Bier gehören zusammen, aber natürlich alles zu seiner Zeit! Das Landrefugium Obermüller ist vor allem bei Motorradfahrer Pärchen sehr beliebt, diese schätzen die Kombination von Wellness und Motorradtouren im 3 – Länder – Eck ( Bayern – Österreich und Tschechien ). Was gibt es schöneres als nach einer erlebnisreichen Tour Nachmittags im Wellness & SPA Bereich zu entspannen und abends die verschiedenen Bierspezialitäten von der Craftbeer Karte zu testen.

Infos und Buchung im Landrefugium Obermüller
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Tel.: +49 (0)8593 90050
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HOMESTORY - Das Landrefugium Obermüller

Gespräch mit Wolfgang Obermüller Hotelier, Buchautor und Visionär über Wandel und Gelassenheit 

Es gibt Orte, die mehr sind als eine Unterkunft. Orte, an denen die Zeit eine andere Geschwindigkeit annimmt, an denen die Welt draußen bleibt und sich das Innenleben in den Vordergrund drängt. Orte, die nicht bloß eine Kulisse sind, sondern eine Erfahrung. 

Das Landrefugium Obermüller ist ein solcher Ort. Wer hierherkommt, blickt auf das Donautal, das sich in der Ferne ausbreitet, und auf das österreichische Hügelland, das im sanften Dunst des Morgens beinahe entrückt wirkt. Die Natur wirkt hier nicht als Beiwerk, sondern als stiller Begleiter auf einer Reise zu sich selbst. 

Wolfgang Obermüller sitzt uns gegenüber, die Hände locker in den Schoss gelegt. Hotelier, Buchautor, Visionär – aber vor allem ein Mensch, der sich Gedanken macht. Über das Glück. Über Gelassenheit. Und über den Wandel, der uns alle täglich begegnet. 

 Wissbegierig, loyal, innovativ 

„Wolfgang, du bist Hotelier, Autor und Visionär. Wenn du dich selbst in drei Worten beschreiben würdest, was würde dich am besten auf den Punkt bringen?“ Er überlegt nicht lange. „Wissbegierig, loyal und innovativ.“ 

Und tatsächlich spiegelt sich das in allem wider, was er tut. Sein Hotel ist kein klassisches Wellness-Resort, sondern ein Ort, an dem Philosophie und Gastfreundschaft miteinander verschmelzen. In vielen Räumen hängen Zitate, die zum Nachdenken anregen. „Ich wollte einen Ort schaffen, der über das reine Übernachten hinausgeht“, sagt er. Seine beiden Bücher sind Ausdruck dieses Anspruchs. 

Das erste trägt den Titel Raus aus dem Kreisverkehr – Nächste Ausfahrt Glück, das zweite Raus aus dem Kreisverkehr – Nächste Ausfahrt Gelassenheit. „Ich ermutige meine Leser, aus dem Alltagstrott auszubrechen, negative Gedankenmuster zu durchbrechen und mehr Dankbarkeit zu entwickeln. Im Grunde ist es dasselbe, was ich auch hier im Hotel lebe.“ 

 Glück als leise Revolution 

„Glück“, sagt Wolfgang Obermüller nach einer kurzen Pause, „ist eine Entscheidung.“ Er lehnt sich zurück, als wolle er den Satz erst einmal in den Raum stellen, ihm Zeit geben, sich zu setzen. „Wir haben eine merkwürdige Vorstellung davon. Als wäre es eine Trophäe, die wir nur erreichen müssten, um sie dann für immer zu besitzen.“ Aber Glück, so Obermüller, sei nichts Statisches. Es sei ein Zustand, der geübt werden wolle, eine Haltung. „Und das beginnt im Kleinen. Im Umgang mit sich selbst, im bewussten Wahrnehmen des Moments.“ 

Er spricht nicht über Glück als flüchtigen Rausch, sondern als leise Revolution. Als Entscheidung, nicht im Mangel, sondern in der Fülle zu leben. In seinem Hotel hat er diesen Gedanken manifestiert. Hier gibt es keinen überbordenden Luxus, sondern die Eleganz des Wesentlichen. Ein Ort, der einlädt – zur Ruhe, zum Nachdenken, zum Sein. 

Der tiefste Skypool im Bayerischen Wald 

Ein Hotel mit Skypool? „Ja“, sagt Obermüller und lächelt verschmitzt. „Unser Skypool liegt im Keller. Der tiefste Skypool im Bayerischen Wald.“ 

Eine paradoxe Aussage? Nicht für ihn. Er erzählt die Geschichte eines Gastes, der bei der Ankunft nach dem Skypool suchte. „Ich habe ihn angesehen und gesagt: ‚Sie haben Glück, Sie haben das beste Hotel im Bayerischen Wald gebucht – mit dem tiefsten Skypool der Region und habe ihn ins Untergeschoss geschickt!‘“ Der Gast habe ihn erst verdutzt angeschaut, sei dann schwimmen gegangen und habe ihm später beim Abendessen lachend gestanden: „Am Anfang war ich ein bisschen böse auf Sie, Herr Obermüller. Aber dann lag ich da im warmen Wasser, habe auf das Donautal geschaut und gedacht: ‚Sch …, Herr Obermüller hat recht.‘“ „Bei uns ist alles mit Freude und mit Tiefe“, sagt er schmunzelnd. Und in diesem Satz steckt mehr als ein Wortspiel – es ist sein Lebensmotto. 

Gelassenheit als gelebte Philosophie 

Wie aber erreicht man Gelassenheit in einer Zeit, die sich immer schneller dreht? „Indem man sich von der Illusion verabschiedet, alles kontrollieren zu können“, sagt er. Die moderne Welt sei besessen von Planung, Berechnung, Absicherung. „Aber das Leben lässt sich nicht in Excel-Tabellen pressen.“ Obermüller lächelt. „Manchmal muss man einfach vertrauen.“ 

Vertrauen – ein großes Wort in einer Zeit, in der Misstrauen zur Grundhaltung geworden ist. Menschen zweifeln an der Politik, an den Medien, an Unternehmen. Und doch bleibt Vertrauen der Schlüssel für ein gelassenes Leben. „In meinem Hotel ist Authentizität das Fundament. Gäste spüren sofort, ob etwas echt ist oder nur eine schöne Fassade.“ Darum setzt er auf Regionalität, auf echte Begegnungen. „Wenn der Bauer die Milch morgens bringt, dann ist das kein Marketing, sondern gelebte Verbindung.“ 

Doch Vertrauen ist nicht nur die Basis für Gelassenheit – es ist auch die Grundlage jeder guten Führung. 

 

Freude als Führungsstil 

„Menschen kannst du auf zwei Arten führen“, sagt Obermüller. „Durch Angst oder durch Freude.“ Er macht eine Pause. „Angst ist der einfachste Weg. Schau dir die Politik an, die Medien – sie spielen ständig mit Ängsten. Freude hingegen ist anspruchsvoll. Freude als Führungsstil bedeutet, dass du Menschen begeisterst, ihnen Vertrauen schenkst. Und Vertrauen, das haben wir ja gerade gesagt, ist ein Schlüsselwort.“ 

Seine Mitarbeiter führt er mit diesem Prinzip und mit Werten, die für das Hotel erarbeitet und niedergeschrieben wurden. Doch es geht ihm nicht nur um Effizienz oder gute Leistung – im Mittelpunkt steht die Entwicklung der Menschen. „Ein überforderter Mitarbeiter ist für das Hotel genauso ein Problem wie ein lockerer Dachziegel über dem Hoteleingang“, sagt er und lächelt. „Früher oder später fällt er jemandem auf den Kopf.“ Deshalb setzt er auf ein Umfeld, in dem Mitarbeiter wachsen können, in dem Fehler als Lernprozess gesehen werden und in dem Menschlichkeit zählt. 

Diese Haltung endet nicht an den Türen des Mitarbeiterbereichs – sie setzt sich in der Begegnung mit den Gästen fort. Denn auch sie sollen spüren, dass dieses Hotel mehr ist als ein Ort zum Übernachten. „Ein Hotelbesuch soll mehr sein als ein Aufenthalt“, sagt Obermüller. „Er soll persönliche Erfahrung ermöglichen – Tiefe als Anregung und Angebot. Etwas, das bleibt.“ 

Wandel als Konstante 

Der Wandel – oft gefürchtet, oft ersehnt. Obermüller sieht ihn als natürliche Bewegung des Lebens. „Die einzige Konstante ist Veränderung“, sagt er, „aber wir tun so, als könnten wir sie aufhalten.“ 

Dabei sei es gerade der Wandel, der Neues ermögliche. Er erzählt von der Bierkultur der Region, für die es in den letzten Jahrzehnten kaum ein Bewusstsein mehr gab, weil industrielle Großbrauereien den Markt dominieren. Dann kamen Menschen, die auf die großartigen Errungenschaften unserer Brauereien aufmerksam machten und deren Bedeutung für die Zukunft herausstellten. Sie brachten die Brauereien zusammen und gaben ihren Leistungen eine neue Bedeutung. „Inzwischen gibt es wieder viel mehr Zusammenarbeit, sogar gemeinsam, brauereiübergreifend produzierte Bierspezialitäten und Mut, ein Dosenbier als exzellentes Bier-Cuvée zu brauen. Das ganze Können, die Erfahrung und die Vielfalt bekommen so eine neue Wertschätzung, die sie verdienen. Das zeigt doch: Wandel ist nicht nur Verlust, sondern auch Chance.“ 

Die Kunst des Ankommens 

Es ist Vormittag, die Sonne steht noch frisch am Himmel und taucht das Donautal in ein sanftes Licht. Die Stille im Raum ist warm und angenehm. Ein Zeichen dafür, dass hier nicht nur geredet, sondern auch verstanden wird. 

„Letztlich“, sagt Wolfgang Obermüller, „geht es immer um dasselbe: um das Ankommen. Nicht irgendwo da draußen, sondern bei sich selbst.“ Sein Blick wandert über das Tal, dann lächelt er. „Und manchmal hilft es, wenn man dafür einfach mal innehält.“ 

Draußen streicht ein leichter Wind über die Wiesen. Drinnen bleibt das Gefühl zurück, dass es Orte gibt, die einen verändern – wenn man es zulässt. 

Landrefugium Obermüller****

Sonnenweg 12
94107 Untergriesbach

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