
Apostelbräu
Seit 2005, also nun in vierter Generation, ist Rudi Hirz der Chef von Apostelbräu. 1990 hat er mit seinem Vater ein Dinkelbier entwickelt. Das war sozusagen bereits der Anfang der Craft-Bier-Produktion. Heute braut er eine Vielzahl verschiedenster Biersorten, von Dinkel-Weißbier über Craft-Biere wie Pale Ale oder Farmhouse bis hin zu einer beachtlichen Auswahl an Bieren mit außergewöhnlichen Getreidesorten wie Emmer, Urkorn oder Schwarzem hafer.
Jedes der Biere wird handwerklich, ohne Zusatz von jeglichen Hilfsmitteln hergestellt. Die althergebrachte Herstellungsweise lässt das Bier zu etwas Besonderem werden. Entsprechend sind unsere Biere immer unfiltriert und naturtrüb. In der Birreria nebenan in Hauzenberg werden neben den Bieren außerdem leckere Speisen angeboten. Es gibt auch die Möglichkeit, die Brauerei oder das Dinkelbier-Museum zu besichtigen.
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Im Gespräch mit Rudi Hirz

Brauereiführung
Lassen Sie sich einladen zu einem Streifzug durch die Welt des Bierbrauens und erleben Sie ein Stück Bayern. Schauen Sie hinein in das Herz der Brauerei, dem Sudhaus oder nehmen Sie die liebevoll restaurierten Geräte unter die Lupe, die in der alten Füllerei aufgebaut sind.
Erleben Sie die überlieferte Handwerkliche Kunst und entdecken Sie die Atmosphäre aus Lebensfreude und Ursprünglichkeit in einem unvergesslichem Rahmen.
Infos und Buchung bei Apostelbräu
E-Mail: info@apostelbraeu.de
Tel.: +49 (0)8586 2200
www.apostelbraeu.de

Biersteuer
Rudi Hirz
Die Biersteuer ist eine Verbrauchsteuer. In Deutschland wird die Biersteuer durch die Zollverwaltung erhoben. Die Höhe der Biersteuer richtet sich nach dem Stammwürzegehalt des Bieres und der Jahresproduktion der einzelnen Brauerei.
Der Stammwürzegehalt wird in Grad Plato gemessen. Der Regelsteuersatz beträgt pro Hektoliter 0,787 Euro je Grad Plato. Über die Biersteuermengenstaffel bekommen Brauereien mit einer Gesamtjahreserzeugung von weniger als 200.000 Hektoliter einen ermäßigten Steuersatz.
Alkoholfreies Bier bis 0,5 Vol. Alkohol unterliegt nicht der Biersteuer. Auch Haus- und Hobbybrauer dürfen bis zu einer Menge von zwei Hektolitern im Kalenderjahr Bier selbst brauen, ohne dass sie hierfür eine Biersteuer bezahlen müssen.
HOMESTORY - APOSTELLBRÄU HAUZENBERG
Vom Dinkel geküsst: Wie der Apostelbräu Hauzenberg Biere erfindet
Ein Gespräch mit Inhaber Rudi Hirz
Inmitten der sanften Hügel des Bayerischen Waldes, in Hauzenberg, liegt eine Brauerei, die seit über 100 Jahren Tradition mit Innovation verbindet: der Apostelbräu. Seit drei Generationen wird hier Bier mit Herz und Leidenschaft gebraut, und an der Spitze steht Rudi Hirz, ein Mann, der die Braukunst mit jeder Faser seines Körpers lebt.
Ein Braumeister, so vielschichtig wie sein Bier
Welches Bier würde Rudi Hirz am besten charakterisieren? Eine einfache Antwort darauf gibt es nicht. „Jedes einzelne Bier spiegelt mich wider – meine Vielfalt, meine Kreativität, meine Exklusivität“, sagt er mit einem Lächeln. Seine Biere sind keine Massenware, sondern charakterstarke Unikate. Ein Meilenstein war das Dinkelbier – ein Pionierprojekt seines Vaters aus dem Jahr 1989. Anfänglich belächelt, hat es längst seinen festen Platz in der deutschen Bierlandschaft. Vielleicht wird es eines Tages so legendär wie das berühmte Pilsener, das vor 180 Jahren ebenfalls von einem Niederbayern, Josef Groll aus Vilshofen, erfunden wurde.

Reinheitsgebot – Bewahren oder Weiterdenken?
Rudi Hirz ist kein Freund des Stillstands. „Man muss auch mal gegen den Strom schwimmen“, sagt er. „Und das machen wir jetzt schon seit 100 Jahren.“ Für ihn bedeutet Innovation nicht, das Reinheitsgebot abzuschaffen, sondern es weiterzuentwickeln. Warum nicht Bier mit Honig, Hanf oder Kürbiskernen brauen, wenn andere Länder wie Belgien oder Österreich es erfolgreich vormachen? „Es geht darum, Neues zu wagen, ohne die Wurzeln zu vergessen“, betont er.
Die Zukunft des Bieres: Zwischen Tradition und neuen Strömungen
Craft Beer hat in Deutschland nicht die erhoffte Revolution ausgelöst, doch die Lust auf traditionelle Sorten ist ungebrochen. „Der Bayer liebt sein Helles, das bleibt so“, stellt Hirz fest. Doch ein klarer Trend zeichnet sich ab: Alkoholfreies Bier ist auf dem Vormarsch. „Wir sind zwar noch unter zehn Prozent Marktanteil, aber die Nachfrage wächst stetig.“ Die Braukultur bleibt in Bewegung – mit oder ohne Promille.

Wirtshäuser: Die Seele der Bierkultur
Trotz aller Trends gibt es Dinge, die sich nicht ändern dürfen: die Wirtshauskultur und die traditionellen Feste. „Das Wirtshaus war früher unser Social Media – hier trifft man sich, tauscht sich aus, hier lebt die Gemeinschaft“, sagt Hirz überzeugt. Er sieht in Wirtshäusern weit mehr als bloße Ausschankstellen: „Hier sollten Menschen arbeiten, die sich mit Bier auskennen, die Gäste beraten und ermutigen, auch mal etwas Neues zu probieren. Sie sind die besten Bierbotschafter, die wir haben.“ Und wenn es um das perfekte Biererlebnis geht, hat er eine klare Meinung: „Lieber aus dem falschen Glas als lieblos eingeschenkt.“
Ein Blick nach vorn: Whisky, Feste und neue Ideen
Die Zukunft hält spannende Pläne bereit. Neben traditionellen Veranstaltungen wie der Hauzenberger Dult und den Faschingsumzügen steht ein besonderes Highlight an: die Präsentation des ersten zehnjährigen Dinkel-Whiskys aus dem Hause Apostelbräu. „Die Dinge gehen voran“, sagt Hirz schmunzelnd, voller Vorfreude auf das nächste Kapitel aus seinem schier unerschöpflichen Ideenpool – aber immer gut durchdacht und mit der nötigen Zeit zum Reifen.

Wenn der Einfall im Schlaf kommt
Die Muse küsst ihn nicht beim Spaziergang im Wald, nicht beim Blättern in alten Braubüchern und schon gar nicht bei nüchterner Büroarbeit. Nein, die besten Ideen kommen ihm im Schlaf. „Ich habe immer ein Notizbuch neben dem Bett“, sagt er, „weil ich manchmal nachts aufwache und mir sofort Notizen mache.“ Während andere sich umdrehen und weiterschlummern, füllt er mit halb geschlossenen Augen Seiten mit wilden Ideen – neue Biere, neue Konzepte, neue Geschichten. Manche sind am Morgen reif für die Brauerei, andere eher für den Papierkorb. Doch wer große Hopfen-Träume träumt, muss bereit sein, sie mitten in der Nacht aufzuschreiben.
Das Wunschbiergespräch, das noch aussteht
Mit wem würde Rudi Hirz gerne einmal ein Bier trinken? Seine Wahl fällt auf Oliver Garrett, den legendären Braumeister und Sachbuchautor der Brooklyn Brewery. Ein Treffen in New York hat bislang nicht geklappt, aber wer weiß – vielleicht bringt die Zukunft genau diese Begegnung.

Das Wunschbiergespräch, das noch aussteht
Mit wem würde Rudi Hirz gerne einmal ein Bier trinken? Seine Wahl fällt auf Oliver Garrett, den legendären Braumeister und Sachbuchautor der Brooklyn Brewery. Ein Treffen in New York hat bislang nicht geklappt, aber wer weiß – vielleicht bringt die Zukunft genau diese Begegnung.
Ein Bier, eine Haltung, eine Geschichte
Der Apostelbräu ist mehr als eine Brauerei. Es ist ein Symbol für gelebte Tradition, für den Mut zur Veränderung und für die unbändige Leidenschaft, die Rudi Hirz in jedes einzelne seiner Biere steckt. Und eines ist sicher: Diese Geschichte ist noch lange nicht zu Ende.
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Apostelbräu
94051 Hauzenberg
Bayerischer Wald
+49 8586 2200


