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Braumeister

1. Dampfbierbrauerei Zwiesel

Famiele Pfeffer

1. Dampfbierbrauerei Zwiesel

Die Tradition unseres Hauses geht zurück auf Wolfgang Pfeffer, der im Jahr 1889 die Brauerei gründete. Von ihm stammt auch das Rezept für unser Dampfbier. Seine Ansprüche an Qualität und Geschmack sind heute noch Richtschnur für unsere Braukunst. Die Brauerei ist seit Gründung in Familienbesitz und wird heute von Mark Pfeffer in der 5. Generation geleitet. Das alte Brauhandwerk wird von ihm weiter gepflegt – denn er legt größten Wert darauf, dass in seiner Brauerei ursprünglich, echte Biere mit Charakter gebraut werden.

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HOMESTORY 1. DAMPFBIERBRAUEREI ZWIESEL

Famiele Pfeffer

Die Dampfbierbrauer von Zwiesel

„Omnia praeclara rara“, zu deutsch: „Alles Vortreffliche ist selten“ ist die Leitlinie von Elisabeth und Mark Pfeffer für ihre 1. Dampfbierbrauerei Zwiesel. Sie führen die Brauerei seit 20 Jahren und das mit großem Erfolg. Andreas Keller, ihr junger Braumeister, sorgt für ein feines Sortiment und den guten Biergeschmack.

Ich treffe die drei im Schalander. An jenem Ort einer Brauerei, an dem sich früher, als das Brauen noch viele Hände brauchte, die Belegschaft für die Arbeit umzog und ihre Pausen verbrachte. Heute gehört der Schalander den Gästen und ist eine stilvolle Lokalität für Geselligkeit.

Die 1. Dampfbierbrauerei Zwiesel ist die letzte noch existierende Brauerei in Zwiesel und mindestens 125 Jahre alt. Mark Pfeffer zeigt auf eine Tafel an der Wand und verweist darauf, dass es anno 1889 in Zwiesel 17 Brauereien gibt. Er erzählt, dass damals ein entfernter Verwandter namens Wolfgang Pfeffer aus Arrach bei Kötzting die Dampfbierbrauerei erwirbt und fortan Bier einbraut. Wann genau aber die Dampfbierbrauerei in Zwiesel tatsächlich gegründet wurde, kann niemand mehr genau sagen, so Mark Pfeffer.

Aber soviel ist sicher, meint Mark Pfeffer. „Das Bier schmeckte schon damals ähnlich wie heute, nur lange haltbar war es nicht“. Die Bürger trugen es in offenen Krügen nach Hause – heute würde man den Vorgang wohl als Bier-to-go beschreiben.

Auf die Frage, wie es zum Begriff vom Dampfbier kam, sagt Mark Pfeffer: „Das ist eine ganz eigene Geschichte. Aufgrund knapper Rohstoffe und fehlender Kühlung wurden vor allem Biere mit obergäriger Hefe eingebraut. Diese liebt Temperaturen von 18 bis 20 Grad Celsius und führt in offenen
Gärbottichen zu einer stark überquellenden Schaumdecke. Die Schaumbläschen platzen nach und nach und setzen Kohlensäure frei. Das Bier dampfte also im wahrsten Sinne des Wortes und das gab dem Dampfbier schließlich seinen Namen“.

Noch heute gibt das Dampfbier der Brauerei seinen Namen und wird nach wie vor in offenen Gärbottichen eingebraut. Wie vor 100 Jahren reift und lagert es in den alten, tiefen Felsenkellern der Brauerei. Das Ergebnis ist ein sehr mildes, bernsteinfarbiges Bier von außergewöhnlicher Qualität. Die Menschen mögen es, bestätigt Braumeister Andreas Keller und ist überzeugt, dass dieser Bierstil auch künftige Moden überleben wird.

Zur 1. Dampfbierbrauerei Zwiesel gehörte schon immer auch ein Eiskeller. Eiskeller, erklärt mir Mark Pfeffer, das sind ganz oder teilweise unterirdische Bauwerke, die früher zur Lagerung und Aufbewahrung von Natureis dienten, um im Sommer Lebensmittel zu kühlen oder Bier brauen zu können. Mit der Erfindung der Kältemaschine im ausgehenden 19. Jahrhundert verloren die Eiskeller schließlich ihre Funktion und blieben in der Folge nahezu ungenutzt; Die meisten wurden abgerissen, zugeschüttet oder sind verfallen.

Anders in Zwiesel. Ohne Übertreibung ist der Eiskeller der Zwieseler Dampfbierbrauerei wohl einer der großartigsten weit und breit. Vor einigen Jahren wurde er saniert und wiederbelebt. Ganz großen Wert legte man auf den Erhalt seines Industriecharakters und damit auf die Bewahrung dessen „Seele“, wie Mark Pfeffer betont. Es wäre grundsätzlich wesentlich einfacher und preiswerter, so Keller, altes abzureißen und von Grund auf neu zu bauen. Aber die Geschichte und damit ein Teil der eigenen Identität wäre verloren. Und genau diese Geschichten suchen die Gäste und Besucher, die zu uns kommen. Zudem bewahrt uns diese Haltung vor Austauschbarkeit in unserer Branche und gegenüber Industriebrauereien, resümiert Andreas Keller.

Heute ist der Eiskeller ein kulturelles Element und fester Bestandteil innerhalb der Erlebnisbrauerei. Er bietet außerdem einen stilvollen Rahmen für vielfältige Veranstaltungen.

Wenn Mark Pfeffer an seine Kindheit zurückdenkt, ist das weitläufige Gelände der Brauerei mit seinen Gebäuden für ihn schon immer beeindruckend gewesen. „Für uns war es ein abwechslungsreicher Abenteuerspielplatz,“ betont er. „Insbesondere der Getreidespeicher und die ehemaligen Stallungen der Brauerei waren perfekte Rückzugsorte zum Ausleben unserer Kinderphantasien. Hier verbrachten wir ganze Nachmittage, drehten eigene „Kinofilme“ und haben auch sonst allerlei angestellt“, erzählt er mit einem Schmunzeln. Auf die Frage, ob er dort heimlich auch sein erstes Bier probiert habe, bleibt er dagegen ganz sachlich, verzieht keine Miene und meint. „Ich war wohl schon Gymnasiast. Wenn wir im Kreis der Freude was zu Feiern hatten, tranken wir auch mal ein Bier.“

„Braumeister zu werden, war also nicht so mein Ding“, resümiert er seine Kindheit und Jugend. „Ich bin schon immer mehr der Kaufmann“ betont er und erzählt, dass es ihn nach Abitur und BWL-Studium in Passau in die Schlossbrauerei Kaltenberg nach Fürstenfeldbruck zog. Hier erlernte Mark Pfeffer das Handwerkszeug in Brauereimarketing und Vertrieb.

Inzwischen ist Elisabeth Pfeffer zu uns gestoßen. Wie es ist, wenn man sich eine Brauerei anheiratet, frage ich sie. Sie lacht und meint: „Da gehen einem die Getränke nie aus…“ und fügt an, „obwohl wir wahrscheinlich weniger Bier Zuhause haben als andere Haushalte. Dies läge vor allem daran, dass wir an der Quelle sitzen und in Vorratshaltung deswegen wenig Übung haben. Außerdem ist man in diesem Beruf kaum Zuhause und viel auf Veranstaltungen, Festen und anderen bierigen Anlässen unterwegs. Das ist ein rundum wunderbarer Beruf mit viel Abwechslung.“

Und schließlich frage ich in die Runde, wie es gelingt, dass dem Trio die Ideen nicht ausgehen. Darauf Elisabeth Pfeffer: „Wir sind durchaus experimentierfreudig und auch mutig. Rückblickend haben wir sicher die ein oder andere Idee in den Sand gesetzt. Aber mit zeitlichem Abstand können wir darüber herzlich lachen.“

So war das Kürbisbier nicht wirklich ein Hit. Vielleicht hätten wir es „Pumpkin Ale“ nennen sollen. Lacht. Ähnlich erging es uns mit der Bierspezialität namens Libero. Da hat man schnell gemerkt, dass wir alle zu wenig vom Fußball verstehen. In Kooperation mit einer exzellenten Glasmanufaktur entstand anlässlich einer Weltmeisterschaft eine Trinkglasserie namens Libero. Unser Beitrag war das passende Bier in einer stilvollen weißen Flasche. Was wir als Fußball-Laien nicht bedacht hatten, war, dass es zu dieser Zeit schon länger keinen Libero mehr gab und wir dafür mehr Schmunzeln als Umsatz ernteten.“

„Aber von so etwas lassen wir uns nicht entmutigen,“ bekräftigt Mark Pfeffer. „Die Fähigkeit, sich immer wieder auf neue Ideen einzulassen und geduldig zu bleiben, macht gute Unternehmen aus. Und dass das Pendel auch in die andere Richtung ausschlagen kann, zeigt unsere Biersorte Sommertraum. 2013 eingeführt, avanciert sie 2020 inmitten der Pandemie zum „Lieblingsbier der Münchner.“ „Hier kam alles zusammen“, so Mark Pfeffer: „Eine gute Idee, eine exzellente Rezeptur, Geduld, Ausdauer und zur rechten Zeit die richtigen Menschen am richtigen Platz.“

Und schließlich gibt er noch seine Einschätzung zu viel besagten Innovationszirkeln Preis. „Innovation auf Kommando geht nicht. Viele erfolgreiche Ideen entstehen spontan, andere reifen langsam. Sie lassen sich nicht an Ort, Zeit und bestimmten Mitarbeitern festmachen. Deshalb kommen bei uns neue Impulse aus den unterschiedlichsten Richtungen und jeder Einzelne vom Azubi bis zum Heimservice ist gefragt, sich einzubringen.“

Auf die abschließende Frage in die Runde, wie sich die erste Dampfbierbrauerei Zwiesel in einem Satz auf den Punkt bringen lassen würde, sind sich meine Gastgeber einig:

„Wir sind eine tugendhafte Brauerei, die das Omnia praeclara rara“ von Cicero, zu deutsch, „Alles Vortreffliche ist selten“ für sich zur Maxime ihres Handelns erklärt hat und mit diesem Bewusstsein seine Aufgaben der Zukunft ins Visier nimmt.

HOMESTORY - 1. DAMPFBIERBRAUEREI ZWIESEL

Eine Brauerei, die dampft – und die Herzen gewinnt

 Zu Besuch bei Andreas Keller in der Ersten Dampfbierbrauerei Zwiesel 

 Zwiesel: Wer die Stufen zur 1. Dampfbierbrauerei Zwiesel erklimmt, spürt es sofort: Hier geht es nicht nur um Hopfen und Malz – hier geht es ums Lebensgefühl. Um Geschichte, genauer gesagt, um Heimat-Geschichten. 

Und einer, der genau darauf schwört, ist Andreas Keller: Erster Braumeister, Typ „echter Zwieseler“, obwohl er eigentlich keiner ist – und trotzdem ein perfekter Botschafter seiner Brauerei mit Leib und Seele. Wer ihm zuhört, merkt schnell: Hier spricht jemand, der Braukunst mit regionaler Kultur zu verweben weiß. 

„Boah, das ist eine gute Frage“, lacht Andreas, als wir ihn bitten, uns durch den ersten Moment zu führen, wenn man die Brauerei betritt. „Du kommst rein und stehst gleich in der gemütlichen alten Brauerstube – dem Schalander. Da gibt’s ein kleines Bier. Ein kleines Bier zum Ankommen – so geht Willkommenskultur in Zwiesel. Ganz einfach, ganz schnörkellos.“ 

 Der Schalander: Ein Herzstück der Brauerei mit Geschichte 

Der Schalander – was für ein Wort. Alt, stilvoll, nicht künstlich. Tatsächlich stammt der Begriff vom mittelhochdeutschen schalander, abgeleitet vom lateinischen cala – „geschützter Ort“. In der Brautradition wurde daraus der Aufenthaltsraum der Brauer – Rückzugsort, Frühstückszimmer, manchmal auch Beichtstuhl und Ideenwerkstatt in einem. 

„Da trifft sich regelmäßig die ganze Brauerei – auf ein Bier, mal auf einen Kaffee, vielleicht einfach nur zum Ratschen. Das ist das Zentrum da oben“, sagt Andreas. Hier, wo heute noch die Mitarbeiter ihre Pausen verbringen, hallte früher das Stimmengewirr von bis zu 60 Brauereiarbeitern durch die Stube. Ein Ort der Rast – und des Rats. Hier wurden Vereinbarungen getroffen, Arbeitsabläufe besprochen, Meinungen ausgetauscht – in flüssiger als in verbaler Form. „Damals war halt noch alles Handarbeit – und da ist auch ordentlich was geflossen“, zwinkert Andreas. 

Zwischen Schmelzer, Starkbier und Sehnsucht 

Andreas ist seit 2006 dabei. Fast zwei Jahrzehnte, in denen sich nicht nur das Brauen, sondern auch seine Perspektive verändert hat.

„Anfangs war ich ein Rad im Getriebe – heute bin ich eher das leicht ölige, gut eingelaufene Schwungrad, das auch mal sagt: ‚He, da quietscht was.‘“ Was ihn hält? Vertrauen. Auf die Frage, was die Brauerei für ihn ist, kommt keine Floskel, sondern: Heimat. Vertraute Maschinen, der spezielle Geruch nach Malz und Geschichte, moderne Technik – das ist sein Yoga. Wer braucht schon einen Zen-Garten, wenn er einen Läuterbottich hat? 

Tradition, die man schmeckt 

„Wir arbeiten heute noch mit offener Gärung. Das ist aufwändig, birgt Risiken – aber der Geschmack macht den Unterschied“, sagt Andreas. Für ihn ist die Verbindung von Tradition und Moderne kein Balanceakt, sondern Handwerk mit Haltung. Offene Gärung heißt: keine geschlossenen Edelstahltanks, keine sterile Distanz – sondern Bottiche, in denen das Bier atmet. Die Kräusen (Schaumdecke) wachsen, Kohlensäure gluckert, warmer Dunst steigt auf. Es riecht nach Malz, Hefe, nach Entstehung. 

Gerade das Dampfbier ist ein Relikt – aber kein bisschen altbacken. Es verdankt seinen Namen nicht der Dampfmaschine, sondern einem Phänomen aus den Felsenkellern: „Bei feucht-warmer Gärung lag eine feine Nebelschicht auf dem Bier – als würde es atmen. Es hat ausgeschaut, als ob’s dampft.“ 

Ein Sprung in die Gegenwart Sommertraum, der ungeplante Hype 

Mitten in der Pandemie, als alles stillstand, kam aus Zwiesel ein unerwarteter Lichtblick: der Sommertraum. Kein inszenierter Marketing-Stunt, sondern ein Volltreffer aus dem Bauch raus. „Einfach Glück“, sagt Andreas. „Zur richtigen Zeit am richtigen Ort.“ 

Während Wirtshäuser geschlossen waren, blieben Kioske offen – und genau dort landete das fruchtig-frische Helle. Besonders in München, wo man ohnehin gut vertreten war, nahm die Geschichte Fahrt auf. Was als Geheimtipp begann, wurde binnen Wochen zum Kult. Die Bildzeitung berichtete, an der Wittelsbacher Brücke trank man Sommertraum statt Szene-Limo. Die Nachfrage explodierte – LKWs pendelten mehrmals wöchentlich nach München. „Ich dachte nur: Das gibt’s doch nicht!“, erinnert sich Andreas. 

Heute ist der Sommertraum aus Münchens Bierlandschaft nicht mehr wegzudenken. Ein Hype. Ein Export. Ein Glückstreffer mit Seele. 

Undercover-Brauen und andere Grenzgänge 

Manchmal entstehen neue Biere nicht auf dem Reißbrett, sondern im Verborgenen. So wie der „Durandl“, ein hopfengestopftes Dunkles, inspiriert vom Geist der Glashütten im Bayerischen Wald. „Den habe ich heimlich gebraut – 20 Hektoliter angesetzt, dem Seniorchef hingestellt. Der hat erst mal nix gesagt – und zwei Tage später: ‚Gar nicht so schlecht, was ist das eigentlich?’“ Innovation braucht manchmal Rebellenmut, schmunzelt Keller. 

Vielfalt schlägt Volumen 

Die Erste Dampfbierbrauerei ist keine Großbrauerei – und das ist ihr Vorteil. „Wir brauchen nicht jeden Kunden – wir brauchen die richtigen. Die, die unser Bier trinken, weil sie den Unterschied schmecken. Achtzehn Sorten, Saisonbiere, Spezialitäten – viel Aufwand, der sich in Identität auszahlt. Denn ohne Seele? Braucht man im Bierregal gar nicht erst aufzumachen. 

Mehr als Bier: Fans, Freunde, Familienanschluss 

Wer einmal hier war, weiß: Man kommt nicht nur wegen des Biers. Man bleibt wegen der Menschen. In Zwiesel gibt’s kein Hochglanz-Tasting, sondern Führungen von denen, die’s wirklich wissen. Der „Vogel Bepp“, Altbraumeister und wandelndes Lexikon, führt jeden Freitag durchs Haus – mit Geschichten, die in den Wänden kleben. „Die Leute kommen raus und sagen: Ich habe was erlebt – nicht nur was gelernt“, sagt Andreas. 

Das merkt man spätestens, wenn eine Fuhre Dampfbier nach Köln geht – privat organisiert, von Menschen, die längst mehr sind als Kunden. 

Zwei Fanclubs gibt es: Einen in Köln, einen in Puntschan – „wo auch immer das liegt – hau mich tot“, meint Andreas lachend. Sie reisen an, laden den Kofferraum voll und feiern Zwieseler Bierkultur – mit Gartenbahn oder Bierüberfall. Wirklich wahr: Im Netz kursieren Videos von Dampfbier-Waggons auf selbstgebauten Eisenbahnen. Und irgendwo prangt ein Dampfbier-Etikett auf einer Mondflagge. „Das sind so Sachen, die bekommen wir zugeschickt“, sagt Andreas. „Da weißt du: Das geht über Geschmack hinaus. Das ist echte Verbindung.“ 

2035? Gleiche Brauerei. Gleiche Seele. 

Die Zukunft? Soll so schmecken wie heute – nur ein bisschen größer gedacht. Kein Massenprodukt. Keine Standardisierung. Sondern echtes Bier für echte Menschen. Mit Geschichten, die nicht im Marketing entstehen – sondern in Wohnzimmern, Kiosken und Gartenbahnen. 

Zwiesel bleibt anders. Und das ist auch gut so. 

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1. Dampfbierbrauerei Zwiesel GmbH & Co.KG

Regener Straße 9
D-94227 Zwiesel

+49 (0)9922 84660
info@dampfbier.de
www.dampfbier.de

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Lang Bräu Kutsche

Lang Bräu

Lang Bräu Team

Lang Bräu

Traditionsbrauerei gegr.1856; bis 31.5.2014 in Privatbesitz. Seit 1.6.2014 wird die Brauerei als Genossenschaftsbrauerei geführt. Durch diverse Modernisierungs- und Neubaumaßnahmen wurden die Weichen für die Zukunft und gegen Konkurrenzdruck gestellt. Durch Einsatz von besten Roh-und Grundstoffen und traditionell nach dem Reinheitsgebot gebraut, setzen wir auf hohe Qualität.

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Homestory Lang Bräu Freyung

Gerhard Geier der Visionär vom Lang Bräu in Freyung

Gerhard Geier ist Vorstandsvorsitzender der Bürgerbrauerei in Freyung und führt mit Leidenschaft und Weitblick eine Institution in die Zukunft, die eigentlich keine mehr hatte. „Wer Lust und Leidenschaft in sich vereinen kann“, meint er, „kann alles erreichen.“

Die Stadt Freyung ist seit gut einem Jahrzehnt in Aufbruchsstimmung. Da passte es so gar nicht ins Bild, dass ausgerechnet in der Stadtmitte einer bedeutungsvollen Institution mit 200jähriger Geschichte für immer das Aus drohte. Angeführt von Bürgermeister und Stadtrat, wurden Pläne zur Rettung geschmiedet. Die Stadt war bereit ihren Teil zu leisten, aber es brauchte auch eine Führungsmannschaft mit einem Verantwortlichen, der den Weg in die Zukunft wies.

Ich treffe Gerhard Geier, den Vorstandsvorsitzenden, in seinem Büro. Er ist ein erfahrener Mann, der Ruhe und Vertrauen ausstrahlt, ohne dass er groß etwas sagen muss. Ich rühre noch im Kaffee, als Geier mit ruhiger Stimme beginnt, die Geschichte „seiner Brauerei“ von ganz vorne zu erzählen. „Geschichte“, sagt er, „ist wichtig, denn sie bedeutet Wurzeln zu haben und sich ihrer bewusst zu sein“. Und dann fügt er noch an: „Ohne Herkunft keine Zukunft“.

Ganz vorne heißt 1813. In jenem Jahr beantragt der Braumeister und Mitglied der Freyunger Bräugesellschaft, Johann Reichenberger, eine „Brau-Concession“ für sein Haus und läutet damit die Geburtsstunde vom Lang Bräu ein.

„Die folgenden Jahrzehnte waren bewegend“, weiß Gerhard Geier aus der Chronologie der Brauerei zu berichten. Denn nach gut 40 Jahren folgt 1857 der wirtschaftliche Absturz und die Brauerei wird versteigert. Sie wechselt samt aller Besitzungen für 40.000 Gulden in das Eigentum von Andreas Lang, Besitzer von Schlossgut Falkenfels und der Bierhütte im nahen Hohenau.

Über viele Generationen hinweg, am Ende werden über 150 Jahre sein, genießt die Familie Lang großes Ansehen in der Stadt. Sie führt die Brauerei mit Weitsicht Leidenschaft und Gemeinsinn. Nepomuk III, der letzte in der Lang-Dynastie soll besonders umtriebig gewesen sein. Geier wörtlich: „Der Nepomuk hat alljährlich zur Fronleichnamsprozession das Einbrauen befohlen und damit die ganze Stadt in eine Duftwolke aus Gerstenmalz gehüllt, um die Bürger daran zu erinnern, dass Bier und Tradition untrennbar zusammengehören. „Er war wahrscheinlich der erste Brauereibesitzer überhaupt gewesen, der auf „Duftmarketing“ setzte“, lacht Geier, und hängt noch ein Augenzwinkern dran.

Im beginnenden neuen Jahrtausend aber fehlen die Erben. Aus Mangel an eigenen Nachkommen beschließt die Familie Lang 2009 die Brauerei zu verkaufen. 2014 droht dann das Aus. Aber Freyung wäre nicht Freyung und die Brauerei nicht die Brauerei, wenn es nicht eine gemeinschaftliche Lösung für den Fortbestand dieser so wichtigen Institution in Freyung gegeben hätte.

„Ich erinnere mich noch gut an den 5. Januar 2014“, erzählt Geier. „Ich sollte mich finanziell an der Fortführung des Lang Bräu beteiligen und zu einem „Gesprächsabend“ kommen. An jenem Abend saßen wir dann, 15 Männer und Frauen, an einem großen Tisch und berieten über die Neuaufstellung der Brauerei. „Als geborener Wirtssohn, Bankkaufmann und Genossenschaftsgründer in früheren Zeiten war ich für die Problematik natürlich besonders sensibilisiert. Ich stellte also laufend Fragen, bis ich mich in die Rolle des „sachverständigen Hinterfragers“ hinein gefragt hatte und beauftragt wurde, das Projekt in die Hand zu nehmen“, lacht er laut.

Also setzte ich mich hin, las 14 Tage lang Wertgutachten, wertete Bilanzen aus und beriet mich mit dem Gründungsberater beim Genossenschaftsverband und vielen anderen. Ich ging zunächst von 2 Monaten Aufwand aus oder anders gesagt, von einem Engagement bis zu dem Moment, an dem die Genossenschaftssatzung beschlussreif für die Gründungsversammlung ist.“

Lang Bräu Team

Er macht ein Beispiel: „Als wir anfingen, war die Brauerei deutlich sichtbar in die Jahre gekommen, sodass ich mich entschloss, sofort am Erscheinungsbild zu arbeiten. Also trug ich dem Aufsichtsrat vor, die Sudhaus-Fassade zu erneuern. Ich wusste, dass die Umsätze bis dahin die Investition nicht hergaben, die Maßnahme aber notwendig war, um Vertrauen zurückzugewinnen“.

„Wer geht schon gern in einen Laden, der von außen alles andere als einladend wirkt“, meint Geier. „Dies und viele weitere Entscheidungen verlangten dem Aufsichtsrat und vor allem auch den Mitarbeitern alles ab. In diesem Moment ist Führung wichtig. Führen von der Ferne geht nicht. Es war von Anfang an meine Aufgabe, die Menschen zu motivieren, als Vorbild zu agieren und Vertrauen aufzubauen“, so Geier.

Unterstützung kam aber auch von außen. Die Genossenschaftsstruktur sorgte von Anfang an für eine unglaublich hohe Identifikation der Menschen in der Region mit dem Lang Bräu. „Hier spricht jeder von „unserem Weizen“ und nicht vom Weizen des Lang Bräu“, betont Gerhard Geier.

Auf die Frage, welches unternehmerische Prinzip ihn am wichtigsten ist, antwortet er: „Ich bin der Typ, der auf Sicht fährt und das Risiko überschaubar hält. Wir würden uns finanziell nie so weit aus dem Fenster lehnen, dass wir nachts nicht mehr schlafen können. Solide Finanzen sind eine wichtige Grundlage für wirtschaftliche Stabilität“. Lachend fügt er hinzu: „Der Betrieb funktioniert dann am besten, wenn der Mann das Handwerk und die Frau die Finanzen führt. Bei uns in der Brauereiführung bin ich die Frau“.

„Am Ende“, so Geier weiter, „entscheidet das Handwerk über den Erfolg. Weshalb wir die Handwerkskunst ganz besonders pflegen. Es gibt wenige Brauereien, die so bodenständig und handwerklich produzieren, wie wir. Wir brauen in offener Gärung im Kupferkessel, nutzen eigenes Quellwasser, verwenden fast ausschließlich regionale Rohstoffe und lasse unsere Biere ruhen und reifen.“

Lang Bräu Haus

Das war nicht immer so, betont er. „Aber inzwischen sind wir ein ausgezeichnetes Team geworden und das ist das Verdienst aller Mitarbeiter. Jeder leistet dazu seinen Beitrag“.

Mit Blick auf die Zukunft hofft Gerhard Geier, „dass die Kunden mit unserer Brauerei in 10 Jahren genauso zufrieden sind, wie heute und wir als Gemeinschaftsbrauerei gesellschaftlich und sozial fest in Freyung und im Landkreis verankert sind“.

„Und lass uns nicht die Umwelt vergessen“, mahnt er: „Die energetische Optimierung und die Investition in Nachhaltigkeit der Brauerei werden zukünftig eine große Rolle spielen, genauso wie menschengerechte Produktion mit weniger schwerer körperlicher Arbeit in der Brauerei“.

Am allermeisten freut sich Gerhard Geier darüber, dass der Lang Bräu bald wieder einen eigenen Genussort haben wird. Der Aufsichtsrat hat im April 2021 beschlossen, das Bräustüberl am Stadtplatz aus dem „Dornröschenschlaf“ zu holen. Damit kehrt ein Ort für Bierkultur und Geselligkeit nach Freyung zurück und knüpft an alte Traditionen an. Voraussetzung dafür ist, dass wir an der Qualität unserer Getränke arbeiten, so Geier. „Unsere Hauptsorte ist immer noch das Helle. Aber wir müssen wach und experimentierfreudig bleiben und im Wert und nicht in der Menge wachsen“, so der Visionär.

Homestory Lang Bräu Freyung

DER LANG BRÄU FREYUNG

 Ein Gespräch mit Anton Pertler und Rudi Bauer über Fans, Bier und große Pläne 

Es gibt Dinge, die ändern sich nie: Ein frisches Bier nach Feierabend, das leise Ploppen, wenn der Kronkorken abhebt, das erste herbe Prickeln auf der Zunge. Und dann gibt es Dinge, die ändern sich gewaltig – zum Beispiel eine ganze Brauerei. 

Donnerstagmorgen in Freyung. Wer dieser Tage beim Lang Bräu über die Schwelle tritt, staunt nicht schlecht: Alles glänzt, überall wird gewerkelt, über 15 Kilometer Bierleitungen wurden schon verlegt – die Zukunft hält Einzug. Drei Männer treiben den Wandel voran: Roland Tobias, Anton Pertler und Rudolf Bauer. Sie sind die Vorstände und haben die Brauerei vom ehemaligen Vorstand Gerhard Geier wohl bestellt übernommen und führen sie nun weiter in die Zukunft. 

Der Weg von Anton Pertler und Rudi Bauer begann nicht in der Chefetage, sondern mitten im Handwerk. Und genau das ist es, was den Lang Bräu ausmacht: Hier wird Wissen über Jahre entwickelt, hier wachsen die Menschen mit ihrer Brauerei, hier entsteht Kontinuität auf Grundlage langjähriger Erfahrung. Dabei sind die Zeiten für Bierbrauer härter als je zuvor. Der Konsum sinkt, kleine Brauereien kämpfen ums Überleben. Aber statt zu jammern, wird hier angepackt – mit dem festen Glauben daran, dass eine Brauerei mehr ist als ein Produktionsbetrieb. Sie ist ein Stück Identität, ein lebendiges Erbe, das nur durch engagierte Menschen weitergetragen werden kann. 

Warum tut man sich das an? Warum investiert man Herzblut und Arbeit in ein Handwerk, das andere längst abgeschrieben haben? Für Anton Pertler und Rudolf Bauer ist die Antwort klar: Weil sie wissen, dass Freyung ohne Lang Bräu ein bisschen weniger Freyung wäre. 

 Das Abenteuer Genossenschaft 

Und Freyung ist eine Stadt im Aufbruch. Doch als vor gut einem Jahrzehnt ausgerechnet in ihrem Herzen die Brauerei mit 200-jähriger Geschichte vor dem Aus stand, war klar: Das passte nicht ins Bild und schon gar nicht in die Vision eines belebten Stadtzentrums. Still zusehen? Keine Option. Bürgermeister, Stadtrat und Bürger schmiedeten Rettungspläne, die Stadt leistete ihren Beitrag – doch das wahre Fundament des Neubeginns lag in der Gemeinschaft. 

Denn der Lang Bräu ist keine gewöhnliche Brauerei. Er gehört nicht einem Investor, sondern den Menschen der Region. 286 Mitglieder zählt die Genossenschaft heute, und mit ihr eine tiefe Verbundenheit: „Hier spricht jeder von ‘unserem Weizen‘ und nicht vom Weizen des Lang Bräu“, sagen die beiden Vorstände unisono. 

Doch wie ist das eigentlich, eine Brauerei mit 286 Chefs zu führen? Anton Pertler lacht. „Es ist Verantwortung, aber auch Rückenwind.“ Denn hier zählt nicht, wer das meiste Geld bringt – wer mindestens 5000 Euro investiert, bekommt eine Stimme, ab 15.000 Euro sind es drei. Mehr nicht. Keine Großinvestoren, kein Stimmrecht-Monopol. Dafür ein gemeinsames Ziel: eine Brauerei, die nicht nur Bier braut, sondern ein Stück Tradition und Heimat bewahrt. 

Und der Erfolg gibt ihnen recht. Noch vor zehn Jahren lag der Wert der Brauerei bei 2,8 Millionen Euro. Heute sind es geschätzt 12 Millionen. Man könnte sagen: Ein gutes Bier allein macht noch keine starke Brauerei. Aber 286 Menschen, die daran glauben – das schon. 

Ein Verein für die Brauerei – und fürs Leben 

Brauereien kommen und gehen – doch in Freyung hat man sich entschieden, das „Gehen“ gar nicht erst zur Option zu machen. Neben den Genossen gibt es noch eine zweite Säule: den Freundeskreis der Brauerei. 

1.800 Mitglieder zählt er mittlerweile, und wer dazugehört, tut mehr als nur trinken. Für genau 18,56 Euro im Jahr – eine Hommage an das Gründungsjahr der Brauerei – ist man Teil einer Gemeinschaft, die mit anpackt, wenn es nötig ist, und einmal im Jahr ihr eigenes großes Fest feiert. Freibier, Schweinshaxen, bayerische Gemütlichkeit – letztes Jahr kamen über 500 Gäste, fast wäre die Halle zu klein gewesen. 

Dazu gibt es kleine Rituale: Jeder Lang Bräu-Freund bekommt eine persönliche Mitgliedsnummer, die nicht nur als Eintrittsmarke zum Fest, sondern auch als Biermarke auf dem Volksfest dient. Wer sie stolz vorzeigt, weiß: Er gehört dazu. Vielleicht ist es Nostalgie. Vielleicht ist es auch einfach kluges Marketing. Wahrscheinlich beides – und genau darin liegt der Charme. 

Eine Mitgliedsnummer als Biermarke, ein Jahresbeitrag, der zufällig das Gründungsjahr der Brauerei widerspiegelt, ein Fest, bei dem es Freibier und Haxen gibt: Das klingt nach einem durchdachten Konzept. Aber was ist schon Marketing anderes als die Kunst, Menschen für eine Idee zu begeistern? Und wenn es am Ende dazu führt, dass 1.800 Menschen nicht nur trinken, sondern sich mit einer Brauerei verbunden fühlen, dann ist das nicht nur klug – sondern auch ziemlich gelungen. 

Eine Brauerei mit Zukunft 

Doch Erfolg misst sich nicht nur in Zahlen, sondern in Weitblick. Und den hat man beim Lang Bräu. Der Energieverbrauch soll drastisch sinken – von 12 auf 3,5 Kilowattstunden pro Hektoliter. Der Heizölverbrauch? Auf ein Sechstel reduziert. „Unser Ziel ist eine autarke Brauerei mit Photovoltaikanlagen und Speichersystemen“, sagt Anton Pertler. Nachhaltigkeit ist hier kein schicker Werbeslogan, sondern gelebte Überzeugung – und die Erkenntnis, dass jedes Unternehmen seinen Teil beitragen muss. Während anderswo noch über die Energiewende diskutiert wird, ist sie in Freyung längst Realität: Im Sudhaus wurde von der Schrotmühle bis zur Filtration modernisiert – ein Kraftakt, der nicht nur das Bier, sondern auch die Zukunft sichert. 

 

Das Lang Bräu-Bräustüberl: Wo das Bier den kürzesten Weg hat

Ein Bräustüberl ist mehr als ein Wirtshaus. Es ist das Schaufenster der Brauerei, Ort der Geselligkeit und stiller Vertragsschluss bei einer Halben. Hier zeigt sich, was eine Brauerei wirklich ist – nicht nur Produktionsstätte, sondern Teil des Lebens. Auch in Freyung ist das nicht anders. Im Lang Bräu-Bräustüberl treffen sich Handwerker und Bürgermeister, Stammtischler und Touristen. Wer hier einkehrt, trinkt nicht nur ein Bier, sondern auch ein Stück Heimat. Solange hier noch einer mit einem Hellen anstößt, bleibt Freyung ein Stück weit Freyung.

 

Fazit: Eine Brauerei mit Zukunft 

Lang Bräu ist mehr als eine Brauerei – sie ist eine Gemeinschaft. 286 Genossen und über 1800 Freunde tragen sie mit, nicht als Investition, sondern aus Überzeugung. Hier geht es nicht um Rendite, sondern um Identität. Eine Stadt ohne ihr Bier? Für Freyung undenkbar. Doch Tradition allein reicht nicht. Lang Bräu denkt weiter: energieeffizient, nachhaltig, zukunftsorientiert. Die Brauerei kennt ihre Wurzeln, richtet den Blick aber nach vorn. Ihr Erfolg ist kein Zufall – sondern das Ergebnis einer klaren Idee und vieler Menschen, die an sie glauben. 

Lang Bräu Freyung eG

Langgasse 2
94078 Freyung
+49 8551 57760www.langbraeu.de

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Brauerei Aldersbach Saal

Brauerei Aldersbach

Brauerei Aldersbach Saal

Brauerei Aldersbach

Die Brauerei Aldersbach zählt zu den ältesten Brauereien und ist trotzdem oder genau deswegen jung und dynamisch aufgestellt. Tradition im Form des Bräustüberl und Moderne in Form der kleinen Schaubrauerei für Craftbiere und Braukurse stehen hier nebeneinander zu zeigen, dass sie gut zusammenpassen.

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Braukurs

Brauen Sie Ihr eigenes Craftbier in der gläsernen Schaubrauerei. Die Gärung dauert eine Woche, der Reifeprozess etwa 4-6 Wochen. Dann können Sie Ihr selbst gebrautes Bier zum ersten Mal testen. Enthalten sind: Moderation und Führung durch unseren Braumeister, Rohstoffe und deren Eigenschaften kennenlernen, Braurezept erstellen, Gemeinsam Craftbier brauen in der „Microbrauerei“ der Brauerei Aldersbach, Gläserkunde, Degustation verschiedener Biere, Mittagessen und Getränk, 5 l Bier pro Teilnehmer.

Infos und Buchung bei Brauerei Aldersbach
Tel.: +49 (0)8543 960415
E-Mail: info@aldersbacher.de
www.aldersbacher.de

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HOMESTORY - BRAUEREI ALDERSBACH

Klick, rot, läuft

Ein Fingertipp, ein leiser Klick, auf dem Display vibriert der Aufnahme-Pegel für das Gespräch. Genauso muss es sein, sagt Ferdinand von Aretin. Das Smartphone ist heute das Studio, Mikrofon und Recorder in einem. Früher schleppte man Technik in Sudhaus-Größe, heute passt sie in die Jackentasche. Die Braukunst und das Wissen darum bleibt Tradition; die Aufzeichnung ihrer Geschichten ist längst Gegenwart. 

 Ferdinand von Aretin beginnt, wie so viele gute Geschichten beginnen: ganz vorn. Als „kleiner Bub“, drei, vier Jahre alt, sitzt er neben dem Vater, wenn der durch den Betrieb fährt. Das Sudhaus ist kein Spielplatz – Aldersbach liegt sieben Kilometer von daheim, und Verstecken spielt man eher in Haidenburg oder Emmersdorf. Aber die Bilder brennen sich ein: Kupfer, Dampf, der süße Geruch des Ausschlags – und eine Szene, die plötzlich Fußballgeschichte ins Klosterdorf trägt. 1986, Klaus „Auge“ Augenthaler wird Testimonial der Brauerei. „Das ist meine früheste Erinnerung, die ich glasklar vor mir habe“, sagt er. Der Vize-Weltmeister von damals und spätere Weltmeister – heute Ehrenmitglied im Bruder-Kastner-Stammtisch – schaut noch gelegentlich vorbei. Man begrüßt sich dann, wie man sich auf dem Land begrüßt: herzlich, ohne großes Getöse. 

Von dort führt der Faden in die Gegenwart, die komplizierter ist als jedes Malzrezept. Profisportler werben heute selten für Bier. „Unbezahlbar“, sagt von Aretin, und meint damit weniger die Stars als die Budgets. Vor allem aber habe sich der Stellenwert verschoben: Wo früher nach dem Spiel die Halbe Weißbier floss, fließt heute Iso. „Unser Hauptproblem ist die verlorene Wertigkeit des Biers“, sagt er. Man habe sich zu häufig unter Wert verkauft – und damit einen Preiskampf befördert, der den Markt müde macht. 

 Müde, das passt als Stichwort auch zur großen Frage der Branche: Alkohol oder alkoholfrei? Von Aretin wägt, wie jemand wägt, der täglich darauf Antworten suchen muss. Ja, alkoholfreies Bier wächst „zweistellig“, bleibt aber eine kleine Insel unter zehn Prozent, während das restliche Meer im ersten Halbjahr um 6,5 Prozent zurückging. Und dann erzählt er die Volksfestformel, die einfacher ist als jede Absatzstatistik: Zwei Maß alkoholfrei machen satt – zwei Maß „normal“ machen Stimmung. Der Musikant kann noch so beherzt aufspielen, wenn an den Tischen die dritte Maß ausbleibt, bleibt auch der Umsatz auf der Strecke. Stadt und Land erleben das verschieden, Taxis und U-Bahnen helfen in München, der Führerschein hilft auf dem Dorf – indem man ihn behalten möchte. 

Tröstlich, dass Aldersbach mehr ist als Getränkemarktlogistik. Es ist Kloster, Kirche, Kultur. Und Tourismus, betont von Aretin, sei „kein nice to have“, sondern eine Aufgabe. Corona hat vieles aus dem Tritt gebracht – selbst die prachtvolle Asamkirche stand zwischenzeitlich nicht offen – Renovierung. Nun richtet man den Kompass neu: Radwege werden besser, das E-Bike hat den Radius der Spazierfahrt erweitert, die Wirtshäuser liegen wieder erreichbar im Gelände. Wer rollt, will rasten – und wer rastet, bestellt im Bräustüberl nicht nur ein Bier, sondern (mindestens) eine Brotzeit. 

Die kommt in Aldersbach gern mit einer kleinen Sensation daher, die man nicht auf jeder Karte findet: Weißbier-Schubal, jene knusprigen, weichen Brötchen, die den Wurstsalat adeln. Ein befreundeter Bäcker entwickelt sie exklusiv, das Bräustüberl backt auf – eine einfache Arbeitsteilung, die nach Geheimrezept klingt und eigentlich nur eines ist: gelebte Nachbarschaft. „Darum geht’s doch“, sagt von Aretin, „etwas zu haben, was es sonst nirgends gibt.“ 

Die Liste dessen, „was es sonst nicht gibt“, ist länger als ein Stammgästeabend: das älteste private Brauereimuseum (Anfang der Achtziger gegründet), eine Landesausstellung, die 2016 Aldersbach neu erblühen ließ – „so schön wie zuletzt vor der Säkularisation“ –, und als Encore die 2023 vom Haus der Bayerischen Geschichte übernommene Schau „Wirtshaussterben, Wirtshausleben“. Sie erzählt, wie sehr das Gasthaus unser Miteinander formt – und wie sehr ihm Personal, Zeit und Zuwendung fehlen. Von Aretin wünscht sich dafür mehr politische Unterstützung, denn Wirtshäuser sind Kulturgut und Garanten für Lebensqualität. 

Wer Kultur sagt, darf Schaubrauerei sagen. Hier nennt man sie schlicht so – dabei ist sie Brauerei, Werkstatt und Labor in einem. Kein Widerspruch, im Gegenteil: In der großen Brauerei muss das Urhell immer gleich schmecken – Abweichung ist kein Charakter, sondern Reklamationsgrund. In der Schaubrauerei darf das Bier spielen. Von Aretin lächelt und zeigt auf eine Flasche, die gerade auf seinem Schreibtisch steht: Maibock im Williams-Fass gereift, kreiert für die Weihnachtszeit. „Noch nicht probiert“, sagt er, „aber die Vorfreude ist die schönste Freude.“ Es ist der Satz eines Menschen, der weiß, dass Geschmack aus Neugier entsteht. 

Online verkauft man das alles übrigens auch – in Maßen. Der Wein macht es leichter: zwölf Flaschen ins Paket, fertig. Beim Bier frisst die Logistik den Erlös, Kisten reisen ungern mit DHL. Also setzt man auf Präsente, auf Besonderes im Karton statt Paletten im Hof. 

Die alte Frage der Verpackung stellt sich nebenbei neu. Die Dose? „Zwiegespalten“ sagt von Aretin. Logistisch vorteilhaft, lichtdicht, aber teuer – teurer als die Flasche, trotz vermeintlicher Einfachheit. Hätte es das Dosenpfand nicht gegeben, stünde Deutschland heute vielleicht bei 75 Prozent Dosenanteil. 

Für kleine Brauereien war das Pfand damals Rettung und Bürde zugleich. Wie es in zehn Jahren aussieht, weiß hier keiner – die Glaskugel bleibt im Leergut. 

Und Aldersbach selbst? „Ein Vorzeigeort“, sagt von Aretin, und man nimmt ihm die Nüchternheit ab. Vier Wirtshäuser im Ort, Kloster, Kirche, Museen, internationale Volksmusik, ein eigenes Volksfest. Vieles davon sind die Früchte der vergangenen 15 Jahre, die das Ensemble aufblühen ließen. Wünsche für die nächsten zehn? Mehr Tourismus, ja. Noch mehr Veranstaltungen, gern. Vor allem aber: mehr Wert fürs Bier. Weniger Schlagabtausch um den billigsten Kasten, mehr Einigkeit darüber, dass Brauen eine Kunst ist, „genauso wie Wein“. Die Bierkulturregion, in der sich Brauer und Wirte an einen Tisch setzen, ist dafür ein Anfang – man redet, lacht, probiert, und immer öfter entsteht aus Gespräch eine gemeinsame Sache. So beginnt Wandel in Niederbayern gern: mit einem Stammtisch, der mehr ist als ein Kalendertermin. 

Am Ende dieses Gesprächs, der Pegel längst wieder im Grünen, sagt Ferdinand von Aretin einen Satz, der bleibt. Dass er hoffe, wir besinnen uns wieder auf die kleinen, gemeinsamen Freuden. „Ein Glas Bier miteinander trinken – das ist doch ein schönes Lebensgefühl.“ Mehr Verheißung braucht es nicht. Und falls doch, steht auf seinem Schreibtisch noch dieser Maibock aus dem Williams-Fass. Die Vorfreude, man ahnt, es wird ihm schmecken. 

Brauerei Aldersbach

Freiherr-von-Aretin-Platz 1
94501 Aldersbach
+49 8543 96040www.aldersbacher.de

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Brauerei Hutthurm

Hutthurmer Bier

Brauerei Hutthurm

Wo Menschen mit Leidenschaft ans Werk gehen kann nur Gutes entstehen! Was in Hutthurm, im schönen Ilzer Land bereits im Jahre 1557 begann, ist in Generationen zu großer Braukunst gereift. Die Mitarbeiter der Brauerei Hutthurm verstehen sich als DIE BRAUHANDWERKER, die kompromisslos das Ziel verfolgen, mit einzigartigen, urbayerischen Bieren zu begeistern und damit den Genuss zum Lebensgefühl dieser Landschaft zu bieten. So entstehen aus besten Zutaten und reinstem Brauwasser aus eigener Quelle, Bierspezialitäten mit Charakter, die Bierkenner weit über die Heimatregion hinaus zu schätzen wissen. Typisch für Niederbayern ist das Sortiment der Brauerei Hutthurm. Neben den untergärigen Biersorten wie Helles, Export, Pils und Dunkles, werden dort auch hervorragende Weissbiere mit klassischer Flaschengährung gebraut. Die Saisonbiere Kulinator, Ernte Weisse und Winterzauber runden das Standardsortiment mit passenden Rezepturen zur jeweiligen Jahreszeit ab.
Gerne organisieren DIE. BRAUHANDWERKER für Gruppen Brauereiführungen nach vorheriger Terminabsprache.
Der Brauerei-Shop ist Mo-Do 08:00-12:00 und 13:00-16:30, Fr bis 14:30 geöffnet, unser Bräustüberl am Marktplatz 16 in Hutthurm täglich mittags und abends, am Freitag durchgängig.

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Brauerei Hutthurm

Marktplatz 5
94116 Hutthurm
+49 8505 940544www.hutthurmer.de

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Bucher Bräu Grafenau

Bucher Bräu Grafenau

Bucher-Bräu ist eine Familienbrauerei in der 5. Generation und steht für Heimatverbundenheit und Regionalität. Wir investieren sehr viel Liebe und Mühe in unsere traditionellen Biersorten, sind aber auch mit unseren modernen Bier-Variationen wie mit unserem Goaßerl überregional sehr erfolgreich.

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Unser Braumeister persönlich führt Sie jeden Dienstag durch die Brauerei und gibt Ihnen dabei einen Einblick in die Kunst des Bierbrauens und über unsere Brauerei.

Erleben Sie eine interessante Zeit, in der Sie viele neue Erkenntnisse über unser „flüssiges Brot“ erwerben können! Die Führung findet jeden Dienstag ab 13:00 Uhr statt. Es muss sich bis spätestens Montag 16:00 Uhr angemeldet werden.

Infos und Buchung bei Bucher Bräu Grafenau
Tel.: +49 (0)8552 40870
E-Mail: info@bucher-braeu.de
www.bucher-braeu.de

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HOMESTORY - BUCHER BRÄU GRAFENAU

BUCHER BRÄU GRAFENAU

 Hans-Ulrich und Anton Wiedemann im Gespräch über Gegenwart und Zukunft 

 Eine Brauerei mit langer Tradition 

Es war einmal – denn so beginnen gute Geschichten – eine kleine Stadt namens Grafenau, die stolz auf ihr Bier war. Und mitten in dieser Stadt, zwischen Tradition und Moderne, zwischen Braukessel und digitalen Strategien, stehen heute Anton und Hans-Ulrich Wiedemann. Vater und Sohn, die sechste und fünfte Generation einer Brauereifamilie, die nicht nur Bier braut, sondern auch Geschichte schreibt. 

Grafenau, das nächstes Jahr 650 Jahre alt wird, atmet schon lange Zeit die Bierkultur. Schon im 18. und 19. Jahrhundert gab es ein Kommunbrauhaus, in dem sieben Wirte gemeinsam ein Sudhaus betrieben. Doch irgendwann wurde das kompliziert – wer investiert, wer profitiert? 1843 entschied sich ein gewisser Rosenlehner, sein eigenes Ding zu machen, kaufte ein Sudhaus, baute eine Brauerei. Ein paar Jahre später übernahmen die Buchers, eine Familie aus Waldkirchen. Durch Heirat wurden aus den Buchers die Wiedemanns, die heute das Brauhandwerk der Stadt in die Zukunft führen. 

 Fünf Generationen Verlässlichkeit 

Fünf Generationen. Fünfmal wurde das Brauhandwerk weitergegeben, verfeinert, modernisiert. Hans-Ulrich, der Vater, ist der Kaufmann. Anton, der Sohn, ist der Praktiker, der mit Hingabe das Brauen zur Lebensaufgabe gemacht hat. „Ich wollte ja nie studieren“, sagt Anton. Probiert hat er es trotzdem. „Aber nach einem halben Jahr war klar: Das ist nix für mich.“ Stattdessen folgten eine Lehre, die Gesellenzeit und die Braumeisterschule in München. 

Seit letztem Jahr ist er zurück im Betrieb. Und wie ist das, wenn Vater und Sohn gemeinsam arbeiten? Wenn Erfahrung auf Tatendrang trifft, Wissen auf Wagemut? Eine Brauerei ist schließlich ein lebendiger Organismus, ein stetiges Bemühen um das richtige Maß zwischen Heute und Morgen. „Wir sind ein gutes Team“, sagt Hans-Ulrich. Anton nickt. Kein großes Pathos, kein überflüssiges Wort. Sie wissen, was sie aneinander haben. Der eine Der eine kennt den Wert der Tradition und die Bedeutung solider Finanzen, der andere experimentiert mit frischen Ideen und neuen Ansätzen. Sie ergänzen sich, fordern sich heraus, und vertrauen einnander. 

Von Maß und Märkten 

Früher war Bier ein Lebensmittel, heute ist es eine Debatte. „Jeder Tropfen zu viel“, sagen die einen. „Bier gehört zur Kultur der Menschheit“, sagt Anton. Seit Jahrtausenden fermentiert der Mensch nicht nur Getränke, sondern auch Geselligkeit. Maßlosigkeit? Nein. Maßhalten. „Nicht in Maßen, sondern in Maßen“, lacht Hans-Ulrich. 

Doch eine Brauerei denkt in längeren Zeiträumen als eine Schlagzeile. Märkte ändern sich, Trinkgewohnheiten wandeln sich, aber das Prinzip bleibt: Gutes Bier, ehrliche Arbeit, eine Familie, die zusammenhält. 1843 war es ein Sudhaus, heute sind es digitale Strategien, neue Vertriebswege und Brauverfahren, die dem Zeitgeist begegnen. Alkoholfreies Bier? Einst belächelt, heute gefragt. „Und dank moderner Methoden so vollmundig, dass selbst Puristen ins Grübeln kommen“, sagt Anton. „Die Kunst bleibt, Tradition und Wandel unter einen Deckel zu bringen.“ 

Und dann stehen da plötzlich Dosen auf dem Tisch. Vor zwei Jahren noch ein Tabu, jetzt glänzen sie im Licht. Ein Bewusstseinswandel? Vielleicht. Oder nur die späte Einsicht, dass Praktikabilität keine Sünde ist. Freiheit in Aluminium, überall dabei, überall bereit. Selbst in 4-Sterne-Hotels inszeniert wie ein Champagner. „Wenn das Bier gut gemacht ist“, schmunzelt Hans-Ulrich. 

Wohin geht die Reise? 

Und 2035? Wer kann die Welt von morgen vorhersagen? Hans-Ulrich zuckt mit den Schultern. „Vielleicht ist nur wichtig, dass der Betrieb solide läuft, die Energiekosten sinken und das Wirtshaussterben aufhört.“ Denn wenn die Wirtshäuser verschwinden, geht mehr verloren als ein Ort zum Essen und Trinken. Es wäre, als würde man ein soziales Netzwerk abdrehen – nur dass es hier nicht um Klicks geht, sondern um echte Begegnungen. „Das Facebook der analogen Welt mit echten Freunden“, sagt Anton. Früher war der Stammtisch eine Institution. Heute? Wäre er wichtiger denn je. 

Doch allein hält niemand eine Kultur am Leben. Weder im Privaten noch im Geschäftlichen. Es braucht Menschen, die sich zusammentun, Ideen teilen, voneinander lernen. „Einer allein kann viel, aber nicht alles“, sagt Hans-Ulrich. Deshalb zählt das Miteinander – in unserer Branche unter Gastronomen, Gastgebern, Brauern und vergessen wir nicht die Trinkglaskultur. In Niederbayern hat sich genau dafür eine Gemeinschaft gegründet: die Bierkulturregion. 

„Wir sind dabei“, sagt Anton. „Schließlich braut man nicht nur für sich selbst, sondern immer auch für die, die es später ausschenken und trinken.“ Da zählt nicht nur Tradition, sondern auch, was Gastronomen und Hoteliers brauchen. Hier trifft bewährte Braukunst auf kreative Neugier – und manchmal auch auf handfeste Anforderungen aus der Praxis. Es ist eine Art bierkulinarisches Labor, in dem neue Biere erdacht und getestet werden. Brauerei-Gastgeber und Gastronom arbeiten hier zusammen und verstehen sich als Teil eines größeren Ganzen als Geschmacksbotschafter ihrer Heimat. 

Und wie es läuft? „Mal nehmen wir was mit fürs nächste Mal, mal entsteht ein kleines Meisterwerk“, schmunzelt Hans-Ulrich. Der Hopfenklang zum Beispiel – eine stilvolle Bierspezialität voller Handwerkskunst ist bereits in der siebten Edition eingebraut. Jedes Mal anders, jedes Mal ein Unikat. Oder das Dosencuvée, zudem wir uns zunächst nur schwer durchringen konnten. Und siehe da: es war nach acht Tagen ausverkauft. Anton grinst. „Vielleicht ist das die Zukunft: eine Region, die nicht nur ihr Bier pflegt, sondern die Geschichten, die darin stecken.“ 

„Tradition ist nicht das Halten der Asche … 

„Tradition ist nicht das Halten der Asche, sondern das Weitergeben der Flamme“, sagt Hans-Ulrich und dreht sein Glas in der Hand. „Manchmal frage ich mich, was der Gründer unserer Brauerei von 1843 wohl sagen würde, wenn er heute hier säße. Wie sein erstes Bier geschmeckt hat, was er von all den Veränderungen halten würde.“ Er lächelt. „Mit ihm würde ich gern ein Bier trinken. Seine Stimme hören, den Duft des ersten Suds erspüren, sehen, wie weit wir gekommen sind.“ Dann stößt er mit Anton an. „Ein Prosit – auf das, was war, und das, was kommt!“ 

Bucher Bräu Grafenau GmbH & Co KG

Elsenthaler Str. 5-7
94481 Grafenau

+49 (0)8552 40870
www.bucher-braeu.de

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Löwenbrauerei Zapfen

Löwenbrauerei Passau

Löwenbrauerei Zapfen

Löwenbrauerei Passau

Franz Stockbauer legte 1874 den Grundstein für die Traditionsbrauerei im Herzen der Stadt Passau. Hier werden Biere mit viel Liebe, Geschmack und Herzhaftigkeit, nach allen Regeln der traditionellen Braukunst gebraut. Heute, so wie damals. Im eigenen Löwenbrauhaus wird die Brauhauskultur gelebt. Genießen Sie hier regionale und bayerische Küche mit den Bierspezialitäten der Löwenbrauerei

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Homestory - Löwenbrauerei Passau

Mit Hingabe und Herzblut: Die Löwenbrauerei Passau im Porträt

 Ein Gespräch mit Braumeister Christoph Kinateder über Bier und Mission 

Passau, die Luft vibriert zwischen Donau und Inn, ein schaumgekröntes Helles in der Hand. Malzduft liegt in der Luft, während in der Löwenbrauerei der Ernst des Lebens aus dem Sudkessel dampft. Ein Mann steht dafür mit Namen und Seele ein: Braumeister Christoph Kinateder. Bodenständig wie sein Bier. Wäre er selbst eines, dann natürlich ein Helles – unfiltriert in der Haltung, von regionalem Charakter geprägt. Wie die ganze Brauerei, für die Firmengründer und Ehrenbürger Passaus, Franz Stockbauer, 1874 den Grundbaustein im Herzen der Dreiflüssestadt Passau legte. Nach allen Regeln der traditionellen Braukunst werden hier Biere mit Liebe, Geschmack und Herzhaftigkeit gebraut. 

 

 Braukunst mit Verantwortung: Wenn jeder Sud zählt 

Braumeister zu sein ist kein Beruf, es ist eine Mission. Die Verantwortung? Schwerer als ein gefülltes Bierfass. Denn wenn etwas schiefgeht, meldet sich nicht nur der Chef, sondern auch die Kläranlage der Stadt. Christoph lacht, aber es ist ein Lachen mit Schaumkrone. „Hast du einmal eine Infektion im Bier, dann kannst du ein paar Hektoliter in den Gulli schicken. Und bis du den Übeltäter findest, zählst du eher Hopfendolden als Schlafstunden.“ 

 Brauhandwerk im Wandel: Zwischen Tradition und Innovation 

Bierbrauen, das ist mehr als Wasser, Malz, Hopfen, Hefe. Es ist Fingerspitzengefühl, Tradition und moderne Technik im gesamten Brauprozess, der wie ein guter Dialog ist: ständig in Bewegung, voller Nuancen. Ein bisschen wie ein Weinberg, sinniert Christoph. „Lässt du es schleifen, leidet die Qualität.“ Er sagt es nicht mit Pathos, sondern mit der selbstverständlichen Hingabe eines Mannes, der das Bier nicht nur braut, sondern lebt. Doch auch in einer traditionsreichen Brauerei klopfen Trends an die Pforte. Alkoholfreies Bier? Wird kommen, nickt Christoph. Eine eigene Entalkoholisierungsanlage? „Unbezahlbar!“ Biermischgetränke mit Mango oder Zimt? Ein kurzes Zucken der Braumeisterbraue. „Dann ist es halt ein Biermischgetränk. Reinheitsgebot bleibt Reinheitsgebot.“ Und die Dose? „Nichts für mich“ ruft er aus, dann eine kleine Konzession: „Für den Export vielleicht. Aber wir pasteurisieren nicht – da ginge zu viel Charakter verloren.“ 

Suche nach dem perfekten Genuss 

Der ideale Biertrinker? „Jeder, der genießt.“ Früher, erzählt Christoph, begann der Braumeister seinen Tag mit einem Bier – nicht ganz ernst gemeint. Heute ist Bier weniger Durstlöscher, mehr Kulturgut. „Mittags? Selten. Aber abends, in guter Gesellschaft – das ist was anderes.“ Und die Frauen? Gibt es ein Bier, das sie überzeugt? Christoph überlegt, blickt zur Seite zu seiner Kollegin Andrea Beringer. „Viele trinken Pils oder Weißbier. Vielleicht ein Weizen-Pils?“ Eine Idee, die noch gären muss. Doch eigentlich entscheidet nicht das Geschlecht, sondern schlicht der Geschmack. Und genau das ist es, was das Brauen ausmacht: die Suche nach dem perfekten Genussmoment. 

Mit wem Christoph gerne ein Bier trinken würde … 

2025? „Viele Feste.“ Kein Jubiläum, aber umso mehr Feierei. Und wenn er die Wahl hätte, mit wem er ein Bier trinken würde? Christoph überlegt nicht lange. „Franz Stockbauer. Ein Mann, der viel bewegt hat. Ich würde gerne wissen, wie er heute auf seine Brauerei blicken würde.“ Eine Brücke von damals zu heute, von Tradition zu Zukunft. 

Am Ende bleibt die Erkenntnis: Bier ist nicht einfach nur ein Getränk. Es ist Handwerk, Haltung, Philosophie. Und solange Menschen wie Christoph morgens in die Brauerei gehen, bleibt die Löwenbrauerei Passau, was sie immer war: bodenständig, regional, echt. 

Löwenbrauerei Passau AG

Franz-Stockbauer-Weg 13
94032 Passau
+49 8517 0050
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Apostelbräu

Apostelbräu

Seit 2005, also nun in vierter Generation, ist Rudi Hirz der Chef von Apostelbräu. 1990 hat er mit seinem Vater ein Dinkelbier entwickelt. Das war sozusagen bereits der Anfang der Craft-Bier-Produktion. Heute braut er eine Vielzahl verschiedenster Biersorten, von Dinkel-Weißbier über Craft-Biere wie Pale Ale oder Farmhouse bis hin zu einer beachtlichen Auswahl an Bieren mit außergewöhnlichen Getreidesorten wie Emmer, Urkorn oder Schwarzem hafer.

Jedes der Biere wird handwerklich, ohne Zusatz von jeglichen Hilfsmitteln hergestellt.  Die althergebrachte Herstellungsweise lässt das Bier zu etwas Besonderem werden. Entsprechend sind unsere Biere immer unfiltriert und naturtrüb. In der Birreria nebenan in Hauzenberg werden neben den Bieren außerdem leckere Speisen angeboten. Es gibt auch die Möglichkeit, die Brauerei oder das Dinkelbier-Museum zu besichtigen.

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Im Gespräch mit Rudi Hirz

Brauereiführung

Lassen Sie sich einladen zu einem Streifzug durch die Welt des Bierbrauens und erleben Sie ein Stück Bayern. Schauen Sie hinein in das Herz der Brauerei, dem Sudhaus oder nehmen Sie die liebevoll restaurierten Geräte unter die Lupe, die in der alten Füllerei aufgebaut sind.
Erleben Sie die überlieferte Handwerkliche Kunst und entdecken Sie die Atmosphäre aus Lebensfreude und Ursprünglichkeit in einem unvergesslichem Rahmen.

Infos und Buchung bei Apostelbräu
E-Mail: info@apostelbraeu.de
Tel.: +49 (0)8586 2200
www.apostelbraeu.de

Biersteuer

Rudi Hirz

Die Biersteuer ist eine Verbrauchsteuer. In Deutschland wird die Biersteuer durch die Zollverwaltung erhoben. Die Höhe der Biersteuer richtet sich nach dem Stammwürzegehalt des Bieres und der Jahresproduktion der einzelnen Brauerei.

Der Stammwürzegehalt wird in Grad Plato gemessen. Der Regelsteuersatz beträgt pro Hektoliter 0,787 Euro je Grad Plato. Über die Biersteuermengenstaffel bekommen Brauereien mit einer Gesamtjahreserzeugung von weniger als 200.000 Hektoliter einen ermäßigten Steuersatz.

Alkoholfreies Bier bis 0,5 Vol. Alkohol unterliegt nicht der Biersteuer. Auch Haus- und Hobbybrauer dürfen bis zu einer Menge von zwei Hektolitern im Kalenderjahr Bier selbst brauen, ohne dass sie hierfür eine Biersteuer bezahlen müssen.

HOMESTORY - APOSTELLBRÄU HAUZENBERG

Vom Dinkel geküsst: Wie der Apostelbräu Hauzenberg Biere erfindet

 Ein Gespräch mit Inhaber Rudi Hirz 

Inmitten der sanften Hügel des Bayerischen Waldes, in Hauzenberg, liegt eine Brauerei, die seit über 100 Jahren Tradition mit Innovation verbindet: der Apostelbräu. Seit drei Generationen wird hier Bier mit Herz und Leidenschaft gebraut, und an der Spitze steht Rudi Hirz, ein Mann, der die Braukunst mit jeder Faser seines Körpers lebt. 

Ein Braumeister, so vielschichtig wie sein Bier 

Welches Bier würde Rudi Hirz am besten charakterisieren? Eine einfache Antwort darauf gibt es nicht. „Jedes einzelne Bier spiegelt mich wider – meine Vielfalt, meine Kreativität, meine Exklusivität“, sagt er mit einem Lächeln. Seine Biere sind keine Massenware, sondern charakterstarke Unikate. Ein Meilenstein war das Dinkelbier – ein Pionierprojekt seines Vaters aus dem Jahr 1989. Anfänglich belächelt, hat es längst seinen festen Platz in der deutschen Bierlandschaft. Vielleicht wird es eines Tages so legendär wie das berühmte Pilsener, das vor 180 Jahren ebenfalls von einem Niederbayern, Josef Groll aus Vilshofen, erfunden wurde. 

 

Reinheitsgebot – Bewahren oder Weiterdenken? 

Rudi Hirz ist kein Freund des Stillstands. „Man muss auch mal gegen den Strom schwimmen“, sagt er. „Und das machen wir jetzt schon seit 100 Jahren.“ Für ihn bedeutet Innovation nicht, das Reinheitsgebot abzuschaffen, sondern es weiterzuentwickeln. Warum nicht Bier mit Honig, Hanf oder Kürbiskernen brauen, wenn andere Länder wie Belgien oder Österreich es erfolgreich vormachen? „Es geht darum, Neues zu wagen, ohne die Wurzeln zu vergessen“, betont er. 

Die Zukunft des Bieres: Zwischen Tradition und neuen Strömungen 

Craft Beer hat in Deutschland nicht die erhoffte Revolution ausgelöst, doch die Lust auf traditionelle Sorten ist ungebrochen. „Der Bayer liebt sein Helles, das bleibt so“, stellt Hirz fest. Doch ein klarer Trend zeichnet sich ab: Alkoholfreies Bier ist auf dem Vormarsch. „Wir sind zwar noch unter zehn Prozent Marktanteil, aber die Nachfrage wächst stetig.“ Die Braukultur bleibt in Bewegung – mit oder ohne Promille. 

Wirtshäuser: Die Seele der Bierkultur

Trotz aller Trends gibt es Dinge, die sich nicht ändern dürfen: die Wirtshauskultur und die traditionellen Feste. „Das Wirtshaus war früher unser Social Media – hier trifft man sich, tauscht sich aus, hier lebt die Gemeinschaft“, sagt Hirz überzeugt. Er sieht in Wirtshäusern weit mehr als bloße Ausschankstellen: „Hier sollten Menschen arbeiten, die sich mit Bier auskennen, die Gäste beraten und ermutigen, auch mal etwas Neues zu probieren. Sie sind die besten Bierbotschafter, die wir haben.“ Und wenn es um das perfekte Biererlebnis geht, hat er eine klare Meinung: „Lieber aus dem falschen Glas als lieblos eingeschenkt.“ 

Ein Blick nach vorn: Whisky, Feste und neue Ideen 

Die Zukunft hält spannende Pläne bereit. Neben traditionellen Veranstaltungen wie der Hauzenberger Dult und den Faschingsumzügen steht ein besonderes Highlight an: die Präsentation des ersten zehnjährigen Dinkel-Whiskys aus dem Hause Apostelbräu. „Die Dinge gehen voran“, sagt Hirz schmunzelnd, voller Vorfreude auf das nächste Kapitel aus seinem schier unerschöpflichen Ideenpool – aber immer gut durchdacht und mit der nötigen Zeit zum Reifen. 

Apostelbräu 78

Wenn der Einfall im Schlaf kommt 

Die Muse küsst ihn nicht beim Spaziergang im Wald, nicht beim Blättern in alten Braubüchern und schon gar nicht bei nüchterner Büroarbeit. Nein, die besten Ideen kommen ihm im Schlaf. „Ich habe immer ein Notizbuch neben dem Bett“, sagt er, „weil ich manchmal nachts aufwache und mir sofort Notizen mache.“ Während andere sich umdrehen und weiterschlummern, füllt er mit halb geschlossenen Augen Seiten mit wilden Ideen – neue Biere, neue Konzepte, neue Geschichten. Manche sind am Morgen reif für die Brauerei, andere eher für den Papierkorb. Doch wer große Hopfen-Träume träumt, muss bereit sein, sie mitten in der Nacht aufzuschreiben. 

Das Wunschbiergespräch, das noch aussteht 

Mit wem würde Rudi Hirz gerne einmal ein Bier trinken? Seine Wahl fällt auf Oliver Garrett, den legendären Braumeister und Sachbuchautor der Brooklyn Brewery. Ein Treffen in New York hat bislang nicht geklappt, aber wer weiß – vielleicht bringt die Zukunft genau diese Begegnung. 

Das Wunschbiergespräch, das noch aussteht 

Mit wem würde Rudi Hirz gerne einmal ein Bier trinken? Seine Wahl fällt auf Oliver Garrett, den legendären Braumeister und Sachbuchautor der Brooklyn Brewery. Ein Treffen in New York hat bislang nicht geklappt, aber wer weiß – vielleicht bringt die Zukunft genau diese Begegnung. 

Ein Bier, eine Haltung, eine Geschichte 

Der Apostelbräu ist mehr als eine Brauerei. Es ist ein Symbol für gelebte Tradition, für den Mut zur Veränderung und für die unbändige Leidenschaft, die Rudi Hirz in jedes einzelne seiner Biere steckt. Und eines ist sicher: Diese Geschichte ist noch lange nicht zu Ende. 

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Apostelbräu

Eben 11-13
94051 Hauzenberg
+49  8586 2200
 
 
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