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Gut Riedelsbach

1.Bier-& Wohlfühlhotel Gut Riedelsbach

1.Bier-& Wohlfühlhotel Gut Riedelsbach
Gut Riedelsbach

Bernhard Sitter ist die bemerkenswerteste Person der deutschsprachigen Bierwelt und der erste Diplom-Biersommelierwirt Deutschlands.Gemeinsam mit seiner Familie hat er das Gut Riedelsbach am Nationalpark Bayerischer Wald mit Landhotel, Gasthausbrauerei und Brauerei-Kulturmuseum in eine eigene Kategorie der europäischen Wellnesshotellerie geführt. Zudem wird er seit einem Jahrzehnt regelmäßig in die Jury des „World Beer Cup“, dem größten und bedeutendsten Bierwettbewerb der Welt, berufen.

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Im Gespräch mit Bernhard Sitter

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Ausgezeichnet!

Bayerische Bierwohlfühl-Tage

Fühlen Sie sich wie Gott im „Bierhimmel“. Genießen Sie einen unvergesslichen Urlaub im 1. Bier- und Wohlfühlhotel der Welt mit Biermenü (mit Bierbegleitung) und BernhardsBayerischemBierBottichBad (BBBBB) bekannt aus Funk und Fernsehen.
Mit dabei:
4x Übernachtung mit Bierhotel Verwöhnpension
Benutzung Hallenbad, Außensprudelbecken, FKK-Dach Pool, versch. Saunen, Ruheräume und Fitnessraum
1x BernhardsBayerischesBierBottichBad
1x 10er Pack Bierreise für Zuhause (pro DZ)

Infos und Buchung im 1. Bier- & Wohlfühlhotel Gut Riedelsbach
E-Mail: info@bierhotel.bayern
Tel.: +49 (0)8583 96040
www.gut-riedelsbach.de

Alkoholgehalt

Bernhard Sitter jun.

Der Alkoholgehalt eines Bieres hängt mit dem Gehalt der Stammwürze zusammen, aber auch mit der Reife- und. Gärzeit des Bieres. Er wird in der Einheit Volumenprozent (% vol.) angegeben. Bei gängigen Biersorten liegt er um die 5 % vol. Craft-Biere, wie zum Beispiel India Pale Ales (IPAs), enthalten oft deutlich mehr Alkohol.  Starkbiere können sogar auf 10 % vol. und mehr kommen. In Deutschland ist vorgeschrieben, dass der Gehalt an Volumenalkohol auf dem Etikett der Bierflasche angegeben sein muss.

Grad Plato

Bernhard Sitter

Grad Plato (°P) ist die Einheit, mit der die Stammwürze im Bier gemessen wird. Benannt ist die Maßeinheit Grad Plato nach dem deutschen Chemiker Fritz Plato. Bei 20 °C entspricht 1 °P genau 1g Extrakt pro 100g Anstellwürze.

Liegt etwa die Stammwürze bei einem Pils bei 11 Prozent, so enthält es 89 Prozent Wasser. Der gleichbleibende Gehalt an Stammwürze ist entscheidend für den Charakter des Bieres. So können Brauereien durch das Messen des Extraktgehaltes eine gleichbleibende Qualität gewährleisten.

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1.Bier-& Wohlfühlhotel Gut Riedelsbach

Riedelsbach 12
94089 Neureichenau

+49  8583 96040
www.gut-riedelsbach.de

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reischlhof

Wellnesshotel Reischlhof

Wellnesshotel Reischlhof

Herzlich Willkommen im Bayerischen Wald. Nur 30 Minuten entfernt von Passau, nur 45 Minuten entfernt von der Metropole Linz (Österreich) und Krumau (UNESCO-Weltkulturerbe in Tschechien) liegt der Reischlhof in absoluter Alleinlage mitten im Bayerischen Wald.

Das 4,5 Sterne Hotel mit über 5000 qm Wellness und einer jungen kreativen Küche ist mehrmals ausgezeichnet. 100 % Holidaycheck-Weiterempfehlung, 3 Lilien und 18 Punkte im Relaxguide, sowie mehrere Auszeichnungen garantieren Ihnen einen perfekten Urlaub.

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HOMESTORY REISCHLHOF

Der Wellness-Pionier im Bayerischen Wald

Hermann Reischl (links) und die Leidenschaft Hotelier zu sein

Der Reischlhof ist ein Idyll in Alleinlage. Ein stilvolles Top-Wellnesshotel für Menschen, welche intensive Erfahrungen schnellen Erlebnissen vorziehen und die eine Auszeit abseits vom Trubel dem abendlichen Bummel über eine Flaniermeile vorziehen.

Wir sind nach Sperlbrunn, einem kleinen Ort im Wegscheider Land gefahren. Es ist eine gute halbe Stunde Autofahrt von Passau hierher und schon der Weg lohnt sich. Er führt ein Stück entlang der Donau und zweigt dann waldwärts ab. Nach einer gemütlichen Fahrt über welliges Land mit ein paar eingestreuten Dörfern erreichen wir den Reischlhof. Das schmucke Hotel wirkt, als wäre es einfach so in die Landschaft gestreut. Natur pur.

Am Hoteleingang angekommen, weist uns ein Schild darauf hin, was wir hier finden werden: „Nicht daheim – und doch zu Haus“. Wir sind verabredet mit Hermann Reischl, der mit seiner Familie die elterliche Pension zum Top-Wellnesshotel weiterentwickelt hat.

Hermann begrüßt uns mit seinem verschmitzten Lächeln. Angesprochen auf das Schild mit dem Versprechen im Eingang landen wir gleich bei der Frage, was eigentlich Heimat für ihn persönlich sei. Heimat, so seine Überzeugung, das sind primär schöne Kindheitserinnerungen. Es ist der typische Duft von Wiesen und Wald von unseren Streifzügen nach der Schule, die Familie, das Zuhause, die Freunde aus Kindertagen. Manchmal steigen diese schönen Erinnerungen auf ins Bewusstsein und lösen wohlige Gefühle aus.

Er erinnert sich, wie er mit seinen Freunden oft stundenlang im Wald unterwegs war und wie sie dabei die Zeit vergaßen. Manchmal, gesteht er, war es auch ein wenig langweilig. Heute gibt es Momente, da würde man sich gelegentlich einen Hauch von dieser Langeweile zurückwünschen und denkt dann, verdammt, wann habe ich endlich mal wieder Zeit für ein wenig „Nichts“. Im Idealfall kann man seiner Heimat ein Leben lang Kraft schöpfen.

Nun, der Bayerische Wald ist die Heimat von Hermann Reischl und er kennt ihn wie seine Westentasche. Auf die Frage, wo denn seine Grenzen verlaufen, antwortet Hermann mit einem Lachen und meint, der Bayerische Wald beginnt und endet je nach Perspektive für jeden woanders. Doch in einem sind sich alle einig. Die Region hat in den letzten zwei Jahrzehnten den erfolgreichen Strukturwandel von einer unterentwickelten ehemaligen

Grenzregion zu einem attraktiven Lebensraum geschafft und hochwertige Urlaubs- und Freizeitangebote, moderne Arbeitsplätze und spannende Unternehmensansiedlungen realisieren können.

Der Zuwachs an Lebensqualität ist hoch und die Menschen schätzen es, in einer intakten Natur und Kultur leben und arbeiten zu können, so Hermann Reischl. Doch das bleibt nicht unbemerkt, so Hermann. Es lohnt ein kritischer Blick auf die ein oder andere Region in Bayern, um sich klarzuwerden, wie schnell eine aufstrebende Region zum begehrlichen Spekulationsobjekt werden und seine Identität aufs Spiel setzen kann.

Wenn ich montags mit unseren Gästen wandern gehe – ich vertrete gelegentlich meinen Vater – dann erleben wir zusammen den neuen Luxus, so Hermann. Natur und Ruhe pur: nichts hören, nichts sehen, niemandem begegnen. Das ist leiser Luxus. Der Gegensatz dazu wäre, diesen Weg mit hunderten von Wanderern gleichzeitig teilen zu müssen, wie wir es von vielen Zielen im Alpenraum kennen. In gewisser Weise wäre das dann die Zerstörung dessen, was man sucht, indem man es findet. Die Welt hat dafür sogar ein neues Wort kreiert: „Instagramability“

Hermann Reischl ist überzeugt, dass die Zukunft im Tourismus von zwei gegensätzlichen Entwicklungen geprägt sein wird:  Massentourismus und Individualtourismus. Dazwischen liegt die tote Mitte. Die heißt nicht umsonst so, so Hermann. Man wird sich entscheiden müssen, was man will. Wir haben uns den Individualtourismus entschieden und planen vorausschauend, investieren maßvoll, behandeln die Menschen um uns herum gut und arbeiten auf Augenhöhe mit ihnen zusammen, so Herrmann.

Das ist auch unser Selbstverständnis als Familienunternehmen. Unser Hotel trägt unseren Namen und unser zentrales Anliegen ist es, dass es allen gut geht. Konzerne mögen da anders denken, mit Niedriglöhnen arbeiten und mehr in Standorten als in Kulturräumen denken. Familiengeführte Hotels wie wir haben uns schon früh mit Themen wie gerechter Bezahlung und angemessenen Arbeitszeiten beschäftigt und Lösungen mit unseren Mitarbeitern in beiderseitiger Wertschätzung gefunden. Wertschätzung, so Hermann ist ein viel bemühter Begriff. Für uns ist es eine Haltung, die nur auf Gegenseitigkeit dauerhaft funktioniert. Das hat sich rumgesprochen und so können wir stolz darauf sein, dass der überwiegende Teil unserer Mitarbeiter aus der Region kommt und viele schon lange mit uns zusammenarbeiten.

Der heute Reischlhof ist aus einem Bauernhof mit einem kleinen Laden heraus entstanden. Wer mutig war, so Hermann, hat den Sprung zum Hotel gewagt und wer sehr mutig war, ein Wellnesshotel erschaffen.

So wie einst die Lebensmittelläden von den Supermärkten verdrängt wurden, könnte es eines Tages auch den Wellnesshotels ergehen. Die Wellnesseinrichtung ist inzwischen ein Basisangebot der Hotellerie und man wird in Zukunft keine zehn Pools und keine zwanzig Saunen mehr benötigen, um einen Vorsprung zu erreichen.

Nachhaltigkeit, stilvolles und wertiges Interieur und ein unverkrampfter authentischer Service, der sich in persönlicher Zuwendung zu den Gästen ausdrückt, werden das Wellness-Ökosystem der Zukunft ausmachen. Architektur und Ausstattung werden zu Muss-Kriterien. Individueller, empathischer Service, zu Begeisterungskriterien werden.

Ein Vorteil für diejenigen, so Hermann, die schon heute ein motiviertes, authentisches und bestens geschultes Team um sich haben. Unsere Gäste bezahlen uns nicht für ein Wellnessprodukt, sondern für Erlebnisse und Erfahrungen, die ihnen motivierte Dienstleister bereiten. Wenn sich Mitarbeiter und Gast von Mensch zu Mensch beispielsweise über Facebook verbinden, dann ist das die höchste Auszeichnung für uns als Gastgeber.

Nachhaltigkeit, stilvolles und wertiges Interieur und ein unverkrampfter authentischer Service, der sich in persönlicher Zuwendung zu den Gästen ausdrückt, werden das Wellness-Ökosystem der Zukunft ausmachen. Architektur und Ausstattung werden zu Muss-Kriterien. Individueller, empathischer Service, zu Begeisterungskriterien werden.

Ein Vorteil für diejenigen, so Hermann, die schon heute ein motiviertes, authentisches und bestens geschultes Team um sich haben. Unsere Gäste bezahlen uns nicht für ein Wellnessprodukt, sondern für Erlebnisse und Erfahrungen, die ihnen motivierte Dienstleister bereiten. Wenn sich Mitarbeiter und Gast von Mensch zu Mensch beispielsweise über Facebook verbinden, dann ist das die höchste Auszeichnung für uns als Gastgeber.

Auf die Frage, ob es denn einen bestimmten Zeitpunkt gab, ab dem der heutige Reischlhof seinen Anfang nahm, antwortet Hermann in einem Bild: 2010 haben wir die Weichen neu gestellt. Ab 2014 lief der Motor rund und wir ihn mit mehr „Öl befeuert“. 2017 wussten wir, wie viel PS wir auf die Straße bringen müssen, um mitzuhalten. Seitdem läuft der Motor rund.

Gefragt danach, was den Reischlhof unvergleichbar macht, meint Hermann Reischl, die Alleinlage und die Menschen, die ihn mit Leben füllen. Wir konnten unser Hotel zu einer Zeit entwickeln, wo das noch möglich war.

Mit Blick auf Betrieb und Zukunft meint Hermann, da bin ich mittlerweile sehr gelassen. Das hat sich entwickelt. Früher war ich nicht so entspannt. Ansonsten hat mir strategisches Denken und vorausschauendes Handeln immer sehr geholfen. Mich interessiert weniger, was gerade ist, vielmehr bin ich sehr aufmerksam für das, was in der Zukunft liegt und ich wechsle gerne mal die Perspektive und schaue von außen auf unser Haus.

Auf die Frage, ob man als Unternehmer Vorbilder, Leitbilder oder andere Quellen hat, die einen inspirieren, wenn man Rat benötigt, schmunzelt Hermann und meint scherzhaft: Ich lese jeden Tag das Handelsblatt und studiere die Aktienkurse … Nein. Im Ernst gehe ich fünfmal die Woche joggen, 5 bis 10 Kilometer. Das genieße ich und hier und da kommen auch gute Gedanken und Ideen auf. Was das Joggen betrifft, hat mir – wenn man Corona mal etwas Gutes abringen will – die Pandemie geholfen, einen Rhythmus zu finden. Ich bin früher schon gelaufen, aber nicht regelmäßig. Wenn ich jetzt zwei, drei Tage nicht laufe, werde ich unruhig. Früher, wenn ich mit meinen Freunden lief und einer absagte, war ich froh. Heute bin ich fast schon sauer, lacht Hermann.

Schließlich stellen wir noch die These auf, dass wir als Industrieland Genuss nicht können, weil wir eher bereit sind, spontan 100 Euro für Autopflege auszugeben als für gutes Essen. Hermann dazu:  Mir geht jedes Mal das Herz auf, wenn ich beobachte, wie italienische Kellner einen Espresso zubereiten, wie viel Aufmerksamkeit und Verve sie da hineingeben. Bei uns in Deutschland wirkt das eher wie eine mechanische Tätigkeit …, den Reischlhof ausgenommen.

Zu guter Letzt, wollen wir noch wissen, wo denn für Hermann Reischl der schönste Ort der Welt liegt: Ohne zu zögern, meint Hermann: Der weltweit schönste Ort ist im Reischlhof und der zweitschönste bei mir daheim.

Der Reischlhof – Vorbild für nachhaltige Entwicklung

 Ein Gespräch mit Hermann Reischl über den Wandel der Zeit 

Es war einmal ein Bauernhof. Nicht irgendeiner, sondern einer in der gefühlten Mitte von Nirgendwo im Bayerischen Wald. Und aus diesem Bauernhof wurde eine Pension, aus der Pension ein Hotel, und aus dem Hotel schließlich das, was heute auf der Website mit sanftem Goldton schimmert: „Ein Wellness- und Gesundheitsrefugium mit Charakter.“ Der Reischlhof. 

Hermann Reischl hat diesen Wandel nicht nur miterlebt – er hat ihn selbst gestaltet. Was einst der Bauernhof seiner Eltern war, führte er weiter, formte ihn Schritt für Schritt behutsam um und entwickelte ihn bis zu dem, was er heute ist. Und wenn man ihn reden hört, dann ahnt man: Das war nicht einfach nur eine Karriere, das war eine Metamorphose. 

 Ruhe ist keine Lücke, Ruhe ist ein Luxus.“ 

„Früher“, sagt Reischl, „warst du gut, wenn dein Hotel im Ort war. Warst du außerhalb, warst du verloren.“ Damals war Natur kein Alleinstellungsmerkmal, sondern einfach da. Urlaub bedeutete Stadtflair, Cafés, Kultur – nicht endlose Wiesen und Wälder ohne Infrastruktur. 

Heute hat sich das geändert. Erlebnisse werden nicht mehr an Betriebsamkeit gemessen, sondern an ihrer Intensität. Die Natur inszeniert sich selbst: das erste Vogelgezwitscher im Frühjahr, gelb leuchtende Löwenzahnwiesen, Nebelschleier über den Hügeln. Gäste schauen hinaus und sagen: „Wie im Film.“ Jede Jahreszeit hat ihren eigenen Zauber. 

Diese Echtheit, ungeschminkt und ununterbrochen, ist es, was die Menschen hier suchen. Kein Lärm, keine Werbepausen, keine Push-Nachrichten. „Die Leute haben genug“, sagt Reischl. Sie kommen aus der Stadt, aus der U-Bahn, aus der Dauervernetzung – und erleben plötzlich, dass Ruhe kein Mangel, sondern purer Luxus ist. Früher war ein Hotel ohne WLAN undenkbar. Heute nehmen viele ein ruckelndes Netz als Befreiung wahr. „Jetzt kann ich’s eh nicht ändern“, sagen sie – und lassen los. Digitale Entschleunigung als neue Art der Erholung. 

Das E-Bike: Demokratisierung der Natur 

Und dann ist da noch eine andere Form der Entschleunigung – oder vielleicht eher eine neue Freiheit: das E-Bike. Eine Erfindung, die in einer anderen Zeit als lächerlich gegolten hätte. Radfahren, aber mit Motor? Früher galt das als sportlicher Seitensprung. Heute ist es die Demokratisierung der Natur. Plötzlich können alle, wirklich alle, die Schönheit des Bayerischen Waldes auf zwei Rädern erfahren. „Früher war’s so: Der Mann ist davongefahren, die Frau hat geschimpft. Heute sagen beide: Wir hatten einen schönen Tag.“ Die Akkus sind leer, die Beine noch dran, das Gefühl, etwas erlebt zu haben, überwiegt. Und das ist doch am Ende genau das, was zählt. 

Wenn Hermann Reischl Ministerpräsident wäre… 

Wenn Hermann Reischl Ministerpräsident wäre… Was aber, wenn Hermann Reischl nicht Hotelier, sondern Ministerpräsident geworden wäre? Eine interessante Frage. Er überlegt kurz. Dann lacht er. „Ganz ehrlich, ich glaube, wir sollten alle mal ein bisschen runterkommen.“ Keine wilden Reformpläne, keine unüberlegten Versprechen. Vielleicht einfach nur: weniger Lärm, mehr Leben. 

Krise als Katalysator der Veränderung 

Metamorphosen geschehen oft nicht aus freiem Willen, sondern durch Druck. Corona war so ein Moment. Eine Zäsur, die Veränderung nicht nur forderte, sondern erzwang. „Für mich war es eine bereinigende Zeit“, sagt Reischl. „Plötzlich war Raum für Dinge, die vorher nie Platz hatten: Familienzeit, Reflexion, strategische Weiterentwicklung.“ Ein Hotelier, der Karten spielt, anstatt Konzepte zu schreiben? Eine Seltenheit. Doch genau in dieser Pause lag Kraft. 

Der Reischlhof hatte glücklicherweise eine solide Basis. „Ich hatte 25 Jahre Zeit, mich auf schlechte Zeiten vorzubereiten“, erklärt Reischl. Kein hektisches Rudern, kein verzweifeltes Nachjustieren. 

Stattdessen: Gelassenheit. Als andere noch taumelten, war er schon wieder in der Spur. Natürlich gibt es weltweit riesige Probleme, aber unternehmerisch waren die letzten Jahre für mich eine Phase der Konsolidierung.“ Eine Metamorphose, die zeigte: Wandel kann auch wachsen lassen. 

Trinkkultur im Wandel 

Bier in einem Vier-Sterne-Superior-Wellnesshotel? Noch vor wenigen Jahren eine merkwürdige Vorstellung. Schließlich standen solche Häuser für Wein, Champagner, edle Cocktails. Doch Wandel macht nicht halt – auch nicht vor Genuss. Während die klassische „Halbe“ an Bedeutung verliert, steigt das Interesse an charaktervollen Nischenbieren. 

Der Reischlhof hat beim Bier seine eigene Antwort darauf gefunden. Handwerklich gebraute Spezialbiere, die den Genuss auf ein neues Level heben. „Ein gutes IPA kann es längst mit einem Cocktail aufnehmen“, sagt Reischl. Geschmack, Erlebnis, das Besondere schätzen – das ist eine neue Art von Luxus. 

Und Dosenbier? Was früher verpönt war, wird zum Statement. „Am Anfang sorgte die Idee für Irritation – Dosenbier in einem Sterne-Hotel?“ Doch gerade dieser kleine Regelbruch macht den Reiz aus. Wie eine zerrissene Jeans zum Maßanzug. Ein Hauch von Rebellion im gepflegten Genuss. Und genau das kommt an. 

Darum: Luxus war einst glanzvoll, goldverziert, prestigeträchtig. Heute ist er subtiler, individueller. „Es geht um Erlebnisse, um Zeit, um die Wertschätzung von Handwerk und Regionalität und um bewussten Genuss“, sagt Reischl. 

Luxus jenseits des Genusses 

Doch echter Luxus zeigt sich nicht nur im Wandel von Konsum oder exzellentem Service. Er lebt von der Atmosphäre. Von Menschen, die ihren Ort lieben. „Wenn 60 Prozent unseres Teams aus der direkten Umgebung kommen und viele seit Jahren hier arbeiten, dann ist das ein Zeichen von Qualität – und Wertschätzung auf beiden Seiten.“ 

Diese Gemeinschaft wird spürbar – besonders in ungewöhnlichen Momenten. Beim „Nachtschwärmerlauf“ zum Beispiel. Um 23 Uhr treffen sich Mitarbeiter – und manchmal auch Gäste – regelmäßig zu einer spontanen Laufrunde. Ein Ritual, das zusammenschweißt. Und gelegentlich für Verwunderung sorgt. „Die Polizei hat uns schon mehrmals angehalten, weil es wohl nicht alltäglich ist, dass eine Gruppe um Mitternacht durch die Gegend rennt“, erzählt Reischl mit einem Schmunzeln. „Aber als sie erfahren haben, dass es nur um Sport und Teamgeist geht, mussten sie selbst lachen.“ 

Der Reischlhof – wo Wandel Wurzeln schlägt. Wo Luxus leise ist, das WLAN zur Tiefenentspannung gerne mal ruckeln darf und die Polizei sich wundert, warum um Mitternacht fröhliche Menschen durch den Wald joggen – und dann selbst grinst. Kurz gesagt: Wer hier ankommt, kommt nicht nur an – er wandelt sich. 

Das sollten Sie einmal ausprobieren!

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Wellnesshotel Reischlhof****s

Sperlbrunn 7
94110 Wegscheid

Telefon: +49 (0)8592 93900

www.reischlhof.de

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