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Studienreise der Bierkulturregion

Eine Reise wie ein Gedicht

Zwei Tage voll Austausch, Genuss und Ideen, 

vier tolle Stationen – das muss man mal sehen. 

Ein Weg voller Bilder, Gespräche, Geschmack, 

Bierkultur pur – und wir mittendrin im Takt. 

Erster Halt war das Hofbräuhaus – welch Glanz, 

wo Kronleuchter funkeln im Bierhallentanz. 

Martin Schöttle, der Chef vom Service dort, 

führte uns launig durch diesen magischen Ort. 

Zwischen Festsälen, Maß und Gesang 

wurde klar: Hier hat Bier einen ewigen Rang. 

Dann Giesinger Bräu – ein ganz andrer Stil, 

mit Haltung, Vision und rebellischem Ziel. 

Geführt hat uns herzlich: Fatma Herle, 

mit kraftvollen Geschichten, welche eine Perle. 

Graffiti an Tanks, ein Statement mit Schwung, 

Crowdfunding damals – der Aufbruch war jung. 

Aus der Garage mit Hopfenverstand, 

wuchs eine Marke mit Herz und mit Hand. 

Der Platz auf der Wiesn? Kein Zufall, kein Traum – 

sie haben bewiesen: Bald sind sie dran … 

Im Umweltgarten zu Neubiberg, 

da duftet’s nach Erde, lebendig und stark. 

Nach Kräutern, Tomaten aus aller Welt, 

wo Vielfalt gedeiht, und der Alltag entfällt. 

Thorsten Thron, mit Geschichten im Blick, 

zeigte Tomaten – jede ein Hit. 

Über tausend Sorten, bewahrt mit Verstand, 

aus Amerika, Asien, dem Alpenland. 

Mit Tropfbewässerung, Einsatz und Mut 

wächst hier, was der Seele und Zukunft guttut. 

In Erding dann – das Finale mit Stil, 

bei Weißbier, das längst um die Welt reisen will. 

Doch alles entsteht, ganz bodenständig hier – 

wo Sudhaus und Seele gehören zum Bier. 

Man spürt die Idee, die Haltung, das Ziel – 

des Gründers, der lebt – und gestaltet so viel. 

Sein Wirken ist sichtbar in jedem Bereich, 

von der Logistik bis zum Sudkessel gleich. 

Produziert wird in Erding – vom Anfang bis Schluss, 

kein Tropfen verlässt hier die Heimat per Guss. 

Und doch geht das Bier auf die Reise hinaus – 

in über 100 Länder, direkt aus dem Haus. 

Was zählt, ist der Mensch – im Denken, im Tun, 

man spürt: Hier darf Bier auch mal einfach ruh’n. 

Die Betriebsgeheimnisse? Blieben charmant, 

doch was man erleben durfte, war ehrlich und spannend. 

Unser Hopfenklang, überreicht mit Gefühl, 

traf auf offene Herzen – und wurde zum Spiel 

von Austausch, von Dank, von echter Kultur – 

ein Prost auf das Haus, das bleibt auf Spur. 

 

Zum Schluss noch die Sonne, wie’s schöner nicht geht,

2 Tage dreißig Grad und kein Lüftchen mehr weht.

Doch das Bier war gekühlt, der Tag voller Sinn –

und wir nahmen Erinnerungen mit heim, tief drin.

Ein Dank an die Menschen, die das möglich gemacht: 

mit Offenheit, Zeit und viel Leidenschaft. 

Martin Schöttle · Fatma Herle · Thorsten Thron · Lothar Bruns 

Reinhard Gottinger · Tobias Stanzel-Deffner · Iva Batljan – ein bunter Genuss! 

Michael Sbolewski · Harald Seisenberger · Magdalena Weber – 

ihr wart großartig – gerne bald wieder! 

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Hopfenklang Partitur VII

Hopfenklang - Partitur VII

RUBINBOCK

Gebraut 2024

Der Hopfenklang RUBINBOCK ist eine bemerkenswerte Kreation. Durch die experimentierfreudige Auswahl und Verarbeitung spezieller Malzsorten wird sowohl der Geschmack wie auch die warme kaminrote Farbe dieses Rotbieres zum Leben erweckt.

Beim Eingießen enthüllt der RUBINBOCK eine warme Kupferfarbe, begleitet von einem üppigen, beigefarbenen Schaum und einer dezenten Trübung, die dem Bier eine besondere Tiefe verleiht. Bereits in der Nase entfaltet sich ein fruchtiges Bouquet aus Ananas und roten Früchten, das die Sinne verführt.

Ein erster Schluck dieses Bieres offenbart eine harmonische Symphonie aus Fülle, Samtigkeit und karamellisierten Nuancen auf der Zunge, die von einer angenehmen malzigen Note getragen wird. Diese wird gekonnt von einer hopfigen Bitterkeit abgelöst, die dem Rubinbock eine ausgewogene Komplexität verleiht und die Gaumenfreuden perfekt abrundet.

Insgesamt ist der RUBINBOCK eine wahre Liebeserklärung an die traditionsreiche Braukunst unserer Brauereien und ein Genusserlebnis, das bei jedem Schluck nach Mehr verlangt. Prost und auf die Kunst des Brauens!

Hier online bestellen:

Hopfenklang Historie

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Sauwald Erdäpfel

Allianz der Genusskultur Niederbayern-Sauwald

Interreg-Förderprojekt NB 37

Die Bierkulturregion Niederbayern mit den Landkreisen Freyung-Grafenau und Passau bilden gemeinsam mit dem Partner aus Oberösterreich, der Sauwald-Erdäpfel GmbH eine Allianz der Genusskultur. Ziel ist es, die Zusammenarbeit grenzüberschreitend zu fördern und die Wertschätzung und das Angebot an regionalen, handwerklich hergestellten Produkten und Angeboten zu fördern. Beide Partner sind sich in Historie, Werten und Zielsetzung sehr ähnlich und ergänzen sich. Beide sind wichtiger Bestandteil der Entwicklung zur Genussregion in Niederbayern. und Oberösterreich.

Treffen der Genussallianz

EINE GEMEINSAME MISSION, DIE SAUWALD UND NIEDERBAYERN VEREINT – DER GENUSS

Dort, wo sich die Donau ihr Durchbruchstal geschaffen hat und den Sauwald mit einem idyllischen Tal vom böhmischen Massiv trennt, liegt auf der Innviertler Seite zwischen Passau und der Donauschlinge Schlögen der Sauwald. Seit jeher ist diese Region für seine wohlschmeckenden Erdäpfel bekannt.
Ausgezeichneter Geschmack und höchste Qualität sind die obersten Ziele der Sauwald-Landwirte.

Derzeit kooperieren elf landwirtschaftliche Betriebe vom Anbau bis zum Verkauf. Die 2020 neu errichtete Lagerhalle mit modernem Kühllager und Verkaufsraum ist das Zentrum der gemeinsamen Qualitätssicherung und Treffpunkt für Landwirte, Kunden und Besuchergruppen.

Wir haben das Glück, dass wir in einem Landstrich Zuhause sind, wo die Welt noch in Ordnung ist und jeder jeden kennt. Und wahrscheinlich ist es dieses gute niederbayerische Karma, das uns zusammenbrachte, um unsere Bierkultur neu zu denken.

Ehrlich gesagt, können wir es manchmal selber noch nicht ganz glauben, dass es uns gelingt, so viele unterschiedliche Köpfe unter einen Hut zu bringen. Nun, wir haben Freude daran gefunden, dass Brauer, Glaskünstler, Bäcker und demnächst noch weitere Mitstreiter regelmäßig gemeinsam am Tisch sitzen, um Bier-, Brot- und andere Feinkostspezialitäten zu entwickeln, die es vorher nicht gab.

Unsere Mission ist es, bis zum Ende dieses Jahrzehnts branchenübergreifend die weltoffenste Bierkultur- erfahrung für genussorientierte Kenner zu entwickeln und niederbayernweit für exzellente und außergewöhnliche Biererlebnisse zu stehen.

Und wir haben es ja schon öfter bewiesen, dass es geht. Nicht umsonst finden jährlich 2 der 3 größten Volksfeste Bayerns in Niederbayern statt, stammen die Erfinder vom Pilsener und vom Dinkelbier aus unserer Ecke und der erste Biersommelierwirt Deutschlands ist hier ebenfalls Zuhause. In diesem Sinne steht unsere Mission auf einem ­guten Fundament.

GESCHICHTEN ÜBER DIE PARTNER DER GENUSSALLIANZ

Erfahre mehr über die Partner der Genussallianz in exklusiven Podcasts und Homestories – von Braukunst über Kartoffelanbau, Glasmacherei bis hin zum Bäckereihandwerk. Hier ist für jeden eine interessante Geschichte dabei!

CHRONOLOGIE DER EREIGNISSE

Elisabeth und Martin Paminger, Sauwald Erdäpfel GmbH freuen sich über das neue Board und ihre Vistenkarten, die jetzt als Teil der Gemeinschaft bei 26 Partnern für die gemeinsame Idee werben.
Foto: Allianz der Genusskultur/Bierkulturregion

07/22

Pressereise zu Allianz-Partnerbetrieben

Auf Einladung der Bierkulturregion Niederbayern und der Sauwald Erdäpfel GmbH (Allianz der Genusskultur) wurden im Juni zum Abschluss des Interreg-Projektes vier Vorzeigebetriebe stellvertretend für alle Mitglieder der Projektpartner besucht. Gastgeber der Reise waren Rudi Hirz, Inhaber Apostelbräu, Wolfgang Obermüller, Inhaber Landrefugium Obermüller, Ferdinand Freiherr von Aretin, Geschäftsführer Brauerei Aldersbach und Martin Paminger, Geschäftsführer Sauwald Erdäpfel GmbH.  Auf dem Programm standen Themen wie moderne Brauarchitektur, Bierkulinarik, Erdäpfelgenuss und Braukunst und -kultur.

05/22

Studienreise zu den Mostbaronen

Die Allianz der Genusskultur schaute über den Tellerrand und besuchte in  einer zweitägigen Studienfahrt die Mostbarone im niederösterreichischen Mostviertel. In zwei Jahrzehnten sind die Mostbarone zu einem Vorbild für identitätsstiftende regionale Zusammenarbeit in der Genusskultur herangewachsen. Ausschlaggebend dafür waren drei Elemente:  Konzentration auf ein einziges Kulturgut, die Mostbirne, das Keltern auf höchstem Niveau und Storytelling, als Instrument einer authentischen Kommunikation durch ihre 17 Mostbarone.

Vier führende Mostbarone waren das Ziel der Reisegruppe aus Niederbayern und Oberösterreich, zumal man hierzulande vor ein paar Jahren einen vergleichbaren Weg mit Bier und Erdäpfel eingeschlagen hat. Auf dem Programm standen der Besuch auf dem Genussbauernhof von Toni Distelberger in Amstetten,  die Destillerie von Doris und Josef Farthofer, die zu den besten in ganz Österreich zählt, ein mostkulinarischen Abend im Landhotel Gafringwirt, das Mostbirnhaus Ardagger, dem zentralen Ort der Vermarktung für die regionalen Produzenten der Mostszene und als Schlusspunkt der Reise das Hotel Schloss an der Eisenstraße in Waidhofen zu Magister Johannes Scheiblauer, der aus dem Nähkästchen der Hotellerie plauderte und als vehementer Verfechter der Regionalität sein konsequentes Handeln erklärte.

Treffen der Genussallianz

03/22

Erdäpfelbauern und Bierexperten im Austausch

Erdäpfelbauern und Bierexperten gingen gemeinsam auf Tour, um voneinander zu lernen und sich inspirieren zu lassen. Das ganztägige Programm umfasste fünf Stationen: den Hofladen der Sauwald Erdäpfel GmbH, Jenichls Knödelkuchl, das Camping- und Wellnessresort Dreiquellenbad, die Löwenbrauerei Passau und das Wellnesshotel Stemp zum Abschluss. Im Austausch ging es um die Themen wie Produktverantwortung, Betriebsführung und Nachhaltigkeit und die diversen Herausforderungen der Zeit, wie Energieversorgung und Personalknappheit. Beschlossen wurde der Tag mit einem mehrgängigen Bier- und Erdäpfelmenü in geselliger Runde.

10/21

Genusstag mit Erdäpfeln und Bier

Gleich mehrere hundert Gäste kamen zur Einkaufswoche nach St. Ägidi. Sie konnten nach Lust und Laune ausgefallene Bierspezialitäten verkosten und diese mit Erdäpfel-Variationen der Sauwald Erdäpfel GmbH von klassisch bis überraschend kombinieren.

 

 

Vlnr: Edith Bottler, Karin Koch, Frank Müller, Christian Koch, Rudi Hirz, Martin Paminger, Bianca und Andreas Haugeneder

03/21

Das Gesicht der Sauwald Erdäpfel stellt sich vor

Hinter der Erfolgsgeschichte der Sauwald-Erdäpfel-Story aus dem Sauwald steht Junglandwirt Martin Paminger aus St. Aegidi. Er hält Regionalität für eines der wichtigsten Instrumente, um den ländlichen Raum nachhaltig zu fördern. „Es ist wichtig, dass sich Leute zu heimischen Produkten bekennen und diese auch kaufen. So kann sich die Region positiv entwickeln“, ist sich der Regionalität-Vorreiter sicher. Mehr Infos auf: Mehr Infos auf https://www.sauwalderdaepfel.at

 

 

Geschäftsführer Martin Paminger mit Ehefrau Elisabeth

11/20

Eröffnungsfeier der Kooperation in St. Ägidi

Vertreter aus Niederbayern und dem Sauwald stoßen auf ihre Zusammenarbeit an und stellen in einer gemeinsamen Pressekonferenz ihr Kooperationsprogramm für die erste Phase vor.

07/20

Start der Partnerschaft

Mit dem Projektbeginn ab 01.07.2020 werden viele gemeinsame Projekte verfolgt, die der grenzüberschreitenden Genusskultur dienen und das Zusammenwachsen der Regionen fördern. Martin Paminger, Geschäftsführer der Sauwald Erdäpfel GmbH und Edith Bottler, Tourismusreferentin Landkreis Passau freuen sich auf die erfolgreiche Zusammenarbeit.

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Vorschau Partitur VI

Hopfenklang Partitur VI

Farmhouse, biozertifiziert

Gebraut 2022

Der Farmhouse erstrahlt als obergäriges Starkbier im kastanienfarbenen Gewand, begleitet von einem beigen, feinporigen Schaum. An Gaumen und Nase brilliert er mit großem Spektrum an frischen Zitrus und fruchtig-blumigen Noten. Der Einsatz regionaler Getreidesorten verleiht dem Bock außerdem einen malzbetonten, vollmundigen Körper.  Durch die Kombination aus Aromahopfen und erlesenen Getreidesorten entsteht ein emotionales Bockbier, welches durch seine Geschmacksvielfalt imponiert. Untermalt wird diese Komposition durch eine anhaltende Frische sowie einem süßlichen Charakter, der bis zum Abtrunk anhält.

Hopfenklang Historie

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HOMESTORY GASTHOF ZUM SONNENWALD

Gasthof zum Sonnenwald Familie

Ein Bekenner zur Regionalität

Wolfgang Aulinger hat die Welt bereist und bekocht daheim zusammen mit seiner Frau Stefanie in seinem Gasthof zum Sonnenwald die Gäste mit exzellenter regionaler Küche.

Die gute Küche des Bayerischen Waldes wohnt an einem sonnigen Ort. In Schöfweg auf einem Hochplateau unterhalb vom Brotjacklriegel. Hier, im Gasthof zum Sonnenwald, schwingt Wolfgang Aulinger den Kochlöffel und seine Frau Stefanie sorgt sich um die Gäste. Die beiden folgen damit der gut 140-jährigen Wirtshaustradition, die mit Albert Aulinger als Bierbrauer mit einem Brauhaus in der Dorfmitte ihren Anfang nahm. Wolfgang hat viel in der Welt gesehen, bevor er nach Hause zurückkehrte und sich vornahm, zusammen mit seiner Frau konsequent regional zu kochen.

Für Genießer und Liebhaber bodenständiger Kulinarik ist das 1.300 Seelendorf Schöfweg so etwas wie ein Wallfahrtsort. Denn tagtäglich pilgern hunderte Menschen aus nah und fern in den Ort, genauer gesagt, in den Gasthof zum Sonnenwald. An einem frühen Freitagvormittag reise ich also nach Schöfweg. In der Gaststube ist es um diese Zeit noch ruhig. Die warme Morgensonne blinzelt durchs Fenster und Wolfgang Aulinger und seine Frau Stefanie bieten mir einen Kaffee an. In dieser angenehmen Atmosphäre beginnen wir unser Gespräch und ich frage Wolfgang, ob Koch sein Traumberuf sei. Er schüttelt den Kopf, meint nicht immer. Der Vater betrieb neben der Gastronomie eine Baufirma und deshalb wollte ich eigentlich Zimmerer werden. Aber die Stelle war schon an meinen Bruder vergeben, weshalb mir nichts anderes übrigblieb als Koch zu lernen. Denn unter meinem Bruder wollte ich auch nicht arbeiten, scherzt Wolfgang.

Im Gegensatz zu der Zeit, in der ich meine Lehre begann, ist Koch heute ein attraktiver Beruf und die Wertschätzung hat deutlich zugenommen. Gute Köche sind gefragt und ich hatte das Glück nach meiner Ausbildung die Welt bereisen und viel an Erfahrung sammeln zu können, betont Wolfgang.

Unter anderem war Wolfgang Aulinger in Österreich, in der Schweiz, in Australien und in den USA. Er kochte unter anderem bei Do & Co., einem börsennotierten Cateringunternehmen aus dem 1. Wiener Bezirk und kreierte die verrücktesten Menüs auf höchstem Niveau. Unter anderem, so Wolfgang, zählten die Formel Eins, die Film-Crew des Blockbusters Oceans Eleven und illustre Fluggäste exklusiver Privatfluggesellschaften zu unseren Kunden. Weniger spektakulär als damals, dafür aber durch und durch bodenständig, ist die Küchenphilosophie von Wolfgang Aulinger und seiner Frau Stefanie im eigenen Betrieb heute.

Wir wechseln zweimal täglich, mittags und abends, unsere Tageskarte. Wenn mittags ein Gericht aus ist, wird es von der Karte genommen und am Abend durch ein anderes ersetzt. Wenn etwa ein Wildschwein verfügbar ist, kommt es auf die Karte. Und dann kann es sein, dass zwei Monate vergehen, bis wir wieder eines bekommen, meint Wolfgang.

Frische ist das A und O seiner Küche. Hierfür pflegen er und seine Frau eine enge, vom gegenseitigen Respekt geprägte Beziehung zu den Lieferanten. Wir kennen und schätzen uns und die langfristige, vertrauensvolle Zusammenarbeit steht an erster Stelle. Da gibt es auch kein Feilschen um den letzten Cent, so Wolfgang. Denn gute Lebensmittel haben auch einen wertschätzenden Preis. Diese Form der Zusammenarbeit mit Lieferanten hat mein Vater schon gepflegt und wir führen die Tradition fort. Vater Andreas unterstützt Wolfgang noch bei jeder Gelegenheit. Freitags ist der Vater auf Einkaufstour und besucht seine Bauern und Metzger. Ob in Hengersberg, Spiegelau oder in einem anderen Ort, man kennt sich persönlich. Vater Andreas kauft ein, was es gerade frisch gibt und das kommt dann daheim auf die Karte.

Ob das auch für Bier und Wein gilt, will ich wissen. Wir haben unsere festen Weinlieferanten und das schon seit vielen Jahren, antwortet Wolfgang. Beim Bier haben wir uns zuletzt geöffnet und Biere und Bierstile von verschiedenen Brauereien bezogen. Davon sind wir inzwischen wieder abgekommen. Den damals entstand sehr viel Unruhe. Plötzlich kam beinahe jeden Tag ein Bierlieferant und wollte uns etwas anbieten. Das wurde auf Dauer zur Belastung. Also haben wir das Prozedere geändert und bieten um unsere Hausbrauerei herum monatlich wechselnd spannende Biere aus der Region, die mein Vater regelmäßig von seinen Touren mit nach Hause bringt. Und dieses Konzept geht zur Zufriedenheit aller bestens auf.

Ich frage Wolfgang, ob die Bezeichnung Gasthof das auszudrücken vermag, was ihn auszeichnet. Ganz und gar sind Wolfgang und Stefanie überzeugt. Auf den Inhalt kommt es an und der gibt dem Namen die Bedeutung. Es mag sie wohl geben, sinniert Wolfgang, diejenigen, die ihren Gasthof selbst zum Landgasthof oder Landhotel aufhübschen aber die Erwartungen nicht erfüllen können. Wir sind und bleiben ein Gasthof, der für bodenständige und hochwertige Küche steht.

Damit landen wir beim Thema ökologische Verantwortung. Wolfgang und Stefanie sind überzeugt, dass die Herausforderungen der Zukunft nur zu meistern sein werden, wenn die regionale Kreislaufwirtschaft verstärkt wird. Es ergibt keinen Sinn, so die beiden, Lebensmittel, um die halbe Welt zu fliegen, ehe sie an einem anderen Ort auf dem Teller landen. Mit Tierwohl und Nachhaltigkeit hat das nichts zu tun.

Die Biolandwirtschaft hat einen wertvollen Beitrag zur Schaffung eines neuen Bewusstseins geleistet, betonen beide. Allerdings muss man den Begriff Bio richtig einordnen, erklären sie mir. In der Bio-Tierhaltung haben die Tiere mehr Platz in den Ställen und mehr Auslauf. Sie werden nicht präventiv mit Antibiotika und anderen Medikamenten behandelt und ihr Futter ist Qualitätskriterien unterworfen. Gentechnik ist generell verboten, betonen beide.

Die Vorstellung aber, dass das Fleisch vom Bio-Rind in jeder Hinsicht besser sei, teilt er dagegen nicht zwingend. Geschmacklich ist Biofleisch exzellent, da aber extensiv gehaltene Tiere mehr in Bewegung sind, bauen sie mehr Muskeln auf und diese sind fester und zäher, was jedem Koch und auch Gast bewusst sein muss.

Ihr Rindfleisch beziehen die Aulingers vom Schwiegervater. Da wissen sie, was sie haben, sagen sie. Die Tiere wachsen in Anbindehaltung auf, werden mit Gras und Heu gefüttert und erhalten so gut wie keine Silage oder Kraftfutter. In absehbarer Zeit werden Wolfgang und Stefanie zusammen mit dem Schwager selbst Rinder in Freiland- und Mutterkuhhaltung züchten und in der Küche verarbeiten. Die Pläne dafür liegen schon fertig in der Schublade.

Noch anspruchsvoller als Fleisch ist Gemüse, betont Wolfgang. Ich kenne keinen Ort auf der Welt, wo so wenig hochwertiges Gemüse angeboten wird, als in Deutschland.

Glücklicherweise haben wir einen regionalen Lieferanten, der primär als Händler seine Ware auf den Wochenmärkten anbietet und nur zwei Wirtshäuser beliefert. Eines davon sind wir. Dabei kommt uns zugute, dass er bei den Wochenmarktkunden nur mit bestem Gemüse bestehen kann.

Der hohe Aufwand, den Wolfgang und Stefanie im Einkauf betreiben, lohnt sich nicht nur finanziell, sondern drückt sich auch in persönlicher Wertschätzung aus. Inzwischen fragen immer mehr Gäste an, ob wir ihnen etwa Rehfleisch verkaufen, weil ihnen das Gericht so sehr geschmeckt hat. Das ist für uns die höchste Form der Anerkennung, so Wolfgang.

Neun von zehn Gästen im Gasthof zum Sonnenwald kommen aus der näheren Region. Viele sind Stammgäste, freut sich Stefanie. Und was Stammgäste bedeuten, hat die Pandemie in besonderer Weise zum Ausdruck gebracht. Wie viele Kollegen, haben wir einen Abholservice eingeführt und verdanken es unseren Stammgästen, dass wir damit durch diese schwere Zeit gekommen sind. Der Abholservice ist zum neuen Standbein geworden und floriert auch nach den Lockdowns. Die größte Herausforderung am Anfang bestand darin, so Wolfgang, ein nachhaltiges Verpackungssystem zu finden, welches vollständig kompostierbar ist. Aber auch das haben wir inzwischen gelöst. Dem Zuckerrohr sei Dank, meint Wolfgang.

Nach einer Stunde Gespräch und Diskussion wirken Wolfgang und Stefanie noch immer tiefenentspannt, obwohl sich nebenan schon die Gaststube füllt. Daher frage ich Wolfgang, ob ihn etwas aus der Ruhe bringen kann. Und er meint zu meiner Überraschung:

Ja. Ich bin schon immer in Sorge, zu wenig zu tun. Woher das kommt, keine Ahnung, so Wolfgang. Ich weiß nur eins, fährt er fort: Wenn etwas zur Routine wird, werde ich schnell unruhig und es entsteht das Gefühl von Stillstand. Stefanie lacht.

Zuletzt in Sorge waren Wolfgang und Stefanie als die Onlinebewertungen in der Gastronomie aufkamen. Eine schlechte Bewertung, was im besten Betrieb vorkommt, wirft Dich in der Gesamtnote gleich Lichtjahre zurück, so Stefanie. Wir hatten einen Riesenrespekt davor, weil wir die Kontrolle über die Kommunikation teilweise verloren hatten. Aber seit wir uns darüber keine Gedanken mehr machen, erhalten wir nur noch positive Bewertungen, lacht sie.

Was er denn von der Zukunft erwartet, will ich von den beiden abschließend noch wissen. Eines Tages meinen sie, könnte wir uns auch die Übernahme neuer, andersartiger Aufgaben vorstellen, die gar nichts mit dem von heute zu tun haben. Möglichkeiten gäbe es da einige, meint Wolfgang. Aber im Moment ist das überhaupt kein Thema. Dafür macht es uns zu viel Freude, unseren Gästen ihre Lieblingsgerichte zuzubereiten. Und dann verraten sie mir zum Schluss noch, dass es ein Gericht gibt, das seit einem Jahrzehnt nicht mehr auf der Karte steht, aber täglich bestellt wird: „Das Aulinger-Schnitzel“. Na dann, was gibt es Schöneres als ein offenes Geheimnis.

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HOMESTORY REISCHLHOF

Der Wellness-Pionier im Bayerischen Wald

Der Reischlhof – Vorbild für nachhaltige Entwicklung Ein Gespräch mit Hermann Reischl über den Wandel der Zeit

Es war einmal ein Bauernhof. Nicht irgendeiner, sondern einer in der gefühlten Mitte von Nirgendwo im Bayerischen Wald. Und aus diesem Bauernhof wurde eine Pension, aus der Pension ein Hotel, und aus dem Hotel schließlich das, was heute auf der Website mit sanftem Goldton schimmert: „Ein Wellness- und Gesundheitsrefugium mit Charakter.“ Der Reischlhof.

Hermann Reischl hat diesen Wandel nicht nur miterlebt – er hat ihn selbst gestaltet. Was einst der Bauernhof seiner Eltern war, führte er weiter, formte ihn Schritt für Schritt behutsam um und entwickelte ihn bis zu dem, was er heute ist. Und wenn man ihn reden hört, dann ahnt man: Das war nicht einfach nur eine Karriere, das war eine Metamorphose.

Ruhe ist keine Lücke, Ruhe ist ein Luxus.“

„Früher“, sagt Reischl, „warst du gut, wenn dein Hotel im Ort war. Warst du außerhalb, warst du verloren.“ Damals war Natur kein Alleinstellungsmerkmal, sondern einfach da. Urlaub bedeutete Stadtflair, Cafés, Kultur – nicht endlose Wiesen und Wälder ohne Infrastruktur.

Heute hat sich das geändert. Erlebnisse werden nicht mehr an Betriebsamkeit gemessen, sondern an ihrer Intensität. Die Natur inszeniert sich selbst: das erste Vogelgezwitscher im Frühjahr, gelb leuchtende Löwenzahnwiesen, Nebelschleier über den Hügeln. Gäste schauen hinaus und sagen: „Wie im Film.“ Jede Jahreszeit hat ihren eigenen Zauber.

Diese Echtheit, ungeschminkt und ununterbrochen, ist es, was die Menschen hier suchen. Kein Lärm, keine Werbepausen, keine Push-Nachrichten. „Die Leute haben genug“, sagt Reischl. Sie kommen aus der Stadt, aus der U-Bahn, aus der Dauervernetzung – und erleben plötzlich, dass Ruhe kein Mangel, sondern purer Luxus ist. Früher war ein Hotel ohne WLAN undenkbar. Heute nehmen viele ein ruckelndes Netz als Befreiung wahr. „Jetzt kann ich’s eh nicht ändern“, sagen sie – und lassen los. Digitale Entschleunigung als neue Art der Erholung.

Das E-Bike: Demokratisierung der Natur

Und dann ist da noch eine andere Form der Entschleunigung – oder vielleicht eher eine neue Freiheit: das E-Bike. Eine Erfindung, die in einer anderen Zeit als lächerlich gegolten hätte. Radfahren, aber mit Motor? Früher galt das als sportlicher Seitensprung. Heute ist es die Demokratisierung der Natur. Plötzlich können alle, wirklich alle, die Schönheit des Bayerischen Waldes auf zwei Rädern erfahren. „Früher war’s so: Der Mann ist davongefahren, die Frau hat geschimpft. Heute sagen beide: Wir hatten einen schönen Tag.“ Die Akkus sind leer, die Beine noch dran, das Gefühl, etwas erlebt zu haben, überwiegt. Und das ist doch am Ende genau das, was zählt.

Wenn Hermann Reischl Ministerpräsident wäre…

Wenn Hermann Reischl Ministerpräsident wäre… Was aber, wenn Hermann Reischl nicht Hotelier, sondern Ministerpräsident geworden wäre? Eine interessante Frage. Er überlegt kurz. Dann lacht er. „Ganz ehrlich, ich glaube, wir sollten alle mal ein bisschen runterkommen.“ Keine wilden Reformpläne, keine unüberlegten Versprechen. Vielleicht einfach nur: weniger Lärm, mehr Leben.

 

Krise als Katalysator der Veränderung

Metamorphosen geschehen oft nicht aus freiem Willen, sondern durch Druck. Corona war so ein Moment. Eine Zäsur, die Veränderung nicht nur forderte, sondern erzwang. „Für mich war es eine bereinigende Zeit“, sagt Reischl. „Plötzlich war Raum für Dinge, die vorher nie Platz hatten: Familienzeit, Reflexion, strategische Weiterentwicklung.“

Ein Hotelier, der Karten spielt, anstatt Konzepte zu schreiben? Eine Seltenheit. Doch genau in dieser Pause lag Kraft.

Der Reischlhof hatte glücklicherweise eine solide Basis. „Ich hatte 25 Jahre Zeit, mich auf schlechte Zeiten vorzubereiten“, erklärt Reischl. Kein hektisches Rudern, kein verzweifeltes Nachjustieren. Stattdessen: Gelassenheit. Als andere noch taumelten, war er schon wieder in der Spur. Natürlich gibt es weltweit riesige Probleme, aber unternehmerisch waren die letzten Jahre für mich eine Phase der Konsolidierung.“ Eine Metamorphose, die zeigte: Wandel kann auch wachsen lassen.

Trinkkultur im Wandel

Bier in einem Vier-Sterne-Superior-Wellnesshotel? Noch vor wenigen Jahren eine merkwürdige Vorstellung. Schließlich standen solche Häuser für Wein, Champagner, edle Cocktails. Doch Wandel macht nicht halt – auch nicht vor Genuss. Während die klassische „Halbe“ an Bedeutung verliert, steigt das Interesse an charaktervollen Nischenbieren. Der Reischlhof hat beim Bier seine eigene Antwort darauf gefunden. Handwerklich gebraute Spezialbiere, die den Genuss auf ein neues Level heben. „Ein gutes IPA kann es längst mit einem Cocktail aufnehmen“, sagt Reischl. Geschmack, Erlebnis, das Besondere schätzen – das ist eine neue Art von Luxus.

Und Dosenbier? Was früher verpönt war, wird zum Statement. „Am Anfang sorgte die Idee für Irritation – Dosenbier in einem Sterne-Hotel?“ Doch gerade dieser kleine Regelbruch macht den Reiz aus. Wie eine zerrissene Jeans zum Maßanzug. Ein Hauch von Rebellion im gepflegten Genuss. Und genau das kommt an.

Darum: Luxus war einst glanzvoll, goldverziert, prestigeträchtig. Heute ist er subtiler, individueller. „Es geht um Erlebnisse, um Zeit, um die Wertschätzung von Handwerk und Regionalität und um bewussten Genuss“, sagt Reischl.

Luxus jenseits des Genusses

Doch echter Luxus zeigt sich nicht nur im Wandel von Konsum oder exzellentem Service. Er lebt von der Atmosphäre. Von Menschen, die ihren Ort lieben. „Wenn 60 Prozent unseres Teams aus der direkten Umgebung kommen und viele seit Jahren hier arbeiten, dann ist das ein Zeichen von Qualität – und Wertschätzung auf beiden Seiten.“ Diese Gemeinschaft wird spürbar – besonders in ungewöhnlichen Momenten. Beim „Nachtschwärmerlauf“ zum Beispiel. Um 23 Uhr treffen sich Mitarbeiter – und manchmal auch Gäste – regelmäßig zu einer spontanen Laufrunde. Ein Ritual, das zusammenschweißt. Und gelegentlich für Verwunderung sorgt. „Die Polizei hat uns schon mehrmals angehalten, weil es wohl nicht alltäglich ist, dass eine Gruppe um Mitternacht durch die Gegend rennt“, erzählt Reischl mit einem Schmunzeln. „Aber als sie erfahren haben, dass es nur um Sport und Teamgeist geht, mussten sie selbst lachen.“

Der Reischlhof – wo Wandel Wurzeln schlägt. Wo Luxus leise ist und die Natur eine Ruhe ausstrahlt, die ansteckt. Wo die Polizei sich wundert, warum um Mitternacht fröhliche Menschen durch den Wald joggen – und dann selbst schmunzelt. Kurz gesagt: Wer hier ankommt, kommt nicht nur an – er wandelt sich.

 

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HOMESTORY HOLMERNHOF

Mut zum Wandel

Eine Campingresort-Familiengeschichte aus Niederbayern

Hans Köck ist auf einem Bauernhof, dem Holmernhof in Bad Füssing aufgewachsen. In gut zwei Jahrzehnten hat er mit Eltern, Ehefrau Elke und den beiden Töchtern Annalena und Julia zwei Camping-Resorts erschaffen und mit zum Besten in Europa entwickelt. Ob als Gast- oder Arbeitgeber, es geht familiär zu in den Campingresorts. Das Miteinander ist von Freiheit, Verantwortung und gegenseitigem Vertrauen geprägt.

Ich treffe Hans und Annalena im Kur- & Feriencamping Dreiquellenbad in Bad Griesbach. Die beiden empfangen mich mit ihrer unnachahmlichen und ansteckenden Fröhlichkeit in ihrem Büro. Als ich Platz nehme, fällt mir am Fenster stehend eine große Pinnwand mit allerhand Notizen auf. Aber dazu später…

Unsere Unterhaltung beginnen wir ganz vorne. Vorne heißt für Hans Anfang der 90er-Jahre im vergangenen Jahrhundert. Es ist die Zeit, in der er seine Ausbildung zum Landwirtschaftsmeister absolviert und eines Tages mit einer Frage nach Hause kommt, die ihn nicht mehr loslässt: Werde ich zukünftig den Hof meiner Eltern, ein Milchviehbetrieb mit 19 Kühen, noch wirtschaftlich fortführen können?

Der Holmernhof ist einer der letzten Bauernhöfe inmitten von Bad Füssing, zwischen Hotels und Appartementhäusern gelegen. Seine Familie gehört damals zu den wenigen im ganzen Ort, die nicht am Gesundheitstourismus in Bad Füssing beteiligt ist, beziehungsweise davon lebt. Hans korrigiert sich. Meine Eltern hatten fünf Gästezimmer auf dem Hof. Aber kein daran denken, dass man davon hätte leben können. Für mich als Kind war das schrecklich. Unsere Gäste saßen im Wohnzimmer und bestimmten über das Fernsehprogramm. Allerdings, so Hans weiter, hatten die Gäste auch ihre guten Seiten. Ich bekam schon ordentlich „Schmerzensgeld“ und konnte mir so manchen Wunsch erfüllen, der sonst nicht in Erfüllung gegangen wäre.

Aber dennoch beschloss ich für mich damals: nie Tourismus. Aber, man soll eben niemals nie sagen, lacht Hans. Heute blickt er mit Stolz auf seine beiden Camping-Resorts, die Gäste aus halb Europa anziehen. An jenen Tagen seiner Ausbildung zum Landwirtschaftsmeister aber rechnet Hans die Möglichkeiten rauf und runter und ihm wird klar, dass es zwei Alternativen gibt: Entweder wir vergrößern den landwirtschaftlichen Betrieb oder wir errichten einen Campingplatz. Damit wären wir die Ersten inmitten von Bad Füssing und in gewisser Hinsicht einzigartig.

Das dafür infrage kommende Grundstück lag baurechtlich im Außenbereich. Der Bürgermeister damals weist vorsorglich darauf hin, dass ein Genehmigungsverfahren bis zu zwei Jahren dauern kann und es nicht sicher wäre, ob am Ende ein positiver Bescheid stünde. In diese Situation hinein entscheiden sich Hans und seine Eltern 1990 vorerst für den Bau eines kleinen Appartementhauses an anderer Stelle, was baurechtlich kein Problem darstellte. Das Haus läuft von Beginn an ausgezeichnet, sodass sich Hans und seine Frau entschließen, sechs Jahre später den Betrieb zu erweitern. Es war verrückt, meint er: Wir hatten genau sieben Monate Zeit um 19 Appartements und eine Tiefgarage zu errichten und waren am Tag eins schon ausgebucht. Der sprichwörtliche letzte Pinselstrich ging nahtlos in ein spontan organisiertes, rauschendes Fest mit allen am Bau Beteiligten über. Alle Anspannung musste raus, meint Hans lachend, und das Fest endete wohl erst im Morgengrauen des nächsten Tages in wohliger Erschöpfung aller Beteiligten, erinnert er sich und hängt ein Augenzwinkern dran.

Inzwischen hat das 21. Jahrhundert begonnen und es liegt auf der Hand, dass Bad Füssing keinen Mangel mehr an Appartements hat. Die Idee vom eigenen Campingplatz kehrt zurück. Die Familie beschließt einen Bauantrag bei der Gemeinde einzureichen. Wie vorhergesagt, vergehen zwei Jahre und ein Monat, bis die Genehmigung erteilt wird. Rückblickend war das kein Nachteil, meint Hans. Hätten wir früher zu Bauen begonnen, wäre der Platz nie so gut geworden. So aber konnten wir die Planungszeit nutzen und die Erfahrungen als Gastgeber im Appartementhaus mit unseren Beobachtungen in der Campingbranche verbinden.

Im März 2002, vier Wochen vor der Eröffnung, steht der halbe Platz schon voller Wohnmobile. Das kommende Angebot hatte sich in Windeseile herumgesprochen und vorzeitigen Buchungen ausgelöst. Am Eröffnungstag ist der Platz restlos ausgebucht und die Stimmung hätte besser nicht sein können.

Die Jahre gehen ins Land und kaum ein Tag vergeht, an dem die Familie nicht an ihrem Lebenswerk feilt. Nach und nach entstehen neue Annehmlichkeiten für die Gäste. Der Holmernhof in Bad Füssing wächst zum Fünf-Sterne-Camping Resort heran. Fünf Sterne stehen für hochwertige Architektur, für anspruchsvolle Ausstattung und einem Dienstleistungsverständnis, das keine Wünsche offenlässt. Unisono betonen Hans und Annalena, dass sie schon immer bei allem, was sie vorhaben, auch einen Blick auf die Standards der gehobenen Hotellerie werfen.

Im Jahr 2014 macht die Familie den Holmernhof energieautark. Mit einer Bio-Energiezentrale in der Anmutung einer Ritterburg setzt Hans auch optisch ein Zeichen und wird zum Vorbild für eine komplett CO₂-neutrale Stromerzeugung und Wärmeversorgung in der Campingbranche. Mit dem Ecocamping-Prädikat für vorbildliches Umweltmanagement und dem EMAS-II-Gütesiegel der Europäischen Union wird der Holmernhof schließlich auch öffentlich für sein Umweltmanagement „geadelt“.

Parallel wächst auch die Familie. Die Eltern hoffen, dass ihre beiden Töchter Annalena und Julia Interesse für den elterlichen Betrieb entwickeln und in ihre Fußstapfen treten werden, drängen sie aber nicht. Heute sind beide Töchter erwachsen, aktiv im Geschehen beteiligt und bereiten sich auf die Nachfolge vor.

Eines Tages begab es sich, dass wir den Campingplatz in Bad Griesbach erwerben konnten, erzählt Hans. Der bisherige Eigentümer, Wolfgang Hartl wollte sein Lebenswerk in guten Händen wissen und mit Blick auf unsere Töchter, entschlossen wir uns, das Angebot anzunehmen und den Campingplatz zu erwerben. Das Camping-Resort Holmernhof Dreiquellenbad in Bad Griesbach ist inzwischen Annalenas Arbeitsplatz. Das Resort bietet seinen Gästen ein umfangreiches Kur- und Wellnessangebot mit eigener Thermalanlage und perfektem Rundumservice. Einkaufen, Essengehen, Friseur, Wellness, Arzt, Physiotherapie, Ausflüge buchen, wir machen alles möglich, was das Herz begehrt, betont Annalena. Nicht zuletzt bevorzugen viele Golfer unser Resort aus Ausgangspunkt. Die Auswahl an hervorragenden Golfanlagen auf engstem Raum ist auch nirgendwo in Europa größer als bei uns, freut sie sich.

Annalena ist ein echtes Energiebündel und liebt die Herausforderung. Und das schon immer. Aufgrund ihrer exzellenten Leistungen als Schülerin und in der Weiterbildung wird sie mit Stipendien belohnt. Besonders gerne denkt Annalena an ihre Ausbildung zur Hotelfachfrau im Kurhotel Mürz in Bad Füssing zurück. Das war großes Glück, in einem exzellent geführten Familienunternehmen lernen zu dürfen, betont sie. In gleichem Maße lobt sie ihre Hotelfachschule in Passau. Wir haben es damals im Team bis zur bayerischen Meisterschaft der Hotelfachschulen geschafft und sind am Ende nur den Münchnern unterlegen und versieht das „Münchnern“ mit einem charmanten Lächeln.

Mit Blick auf ihren heutigen Betrieb meint sie, aller Anfang ist schwer. Als ich in Bad Griesbach die Leitung des Resorts übernahm, war ich unsicher und musste mir den Respekt im Team erst erarbeiten. Immerhin arbeiten hier gut fünfzig tüchtige Persönlichkeiten, die ihr Fach beherrschen. Denen musst du erst einmal beweisen, dass du auf der Höhe bist, ergänzt sie.

Wissen und Können sind das eine, Führung das andere, weiß Annalena. Es geht nicht darum, die Tochter vom Chef zu sein, sondern darum, selbst zu überzeugen und die Menschen zu gewinnen, mit denen man tagtäglich zusammenarbeitet. In schwierigen Momenten, sagt Annalena, war es hilfreich, dass ich im Ausbildungsbetrieb schon mal ins kalte Wasser springen und in der Ausbildung die Restaurantleitung übernehmen durfte. Und dann ist sie wieder ganz Energiebündel und betont: Man wächst mit seinen Aufgaben.

Beim Blick auf die Zukunft sind Annalena und Hans zuversichtlich. Sie können auf einer soliden Basis aufbauen und genießen bei Mitarbeitern und Gästen großes Vertrauen. Dieser Wert ist durch nichts zu ersetzen, betonen sie beide.

Für die nächste Zeit heißt es, qualitativ weiterzuwachsen. Allen voran im Gesundheitsbereich. Seit Kuren wieder genehmigt werden, ist dieses Segment stark im Wachsen. Deshalb haben sie sich entschlossen, eine eigene Beratungs-Hotline als Service einzurichten, um den Interessenten schon bei der Beantragung einer Kur mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Das ist mehr als naheliegend, denn beide Resorts in Bad Griesbach und Bad Füssing bieten ein umfassendes Kurangebot. Dabei haben Kuren nicht mehr zwingend mit Kranksein zu tun. Immer mehr jüngere Gäste kommen auf den Holmernhof und betrachten das Kurprogramm als Lifestyle-Angebot. Es ist inzwischen angesagt, etwas für seine Gesundheit zu tun, um fit für die Herausforderungen des Alltags zu sein, betont Annalena.

Auch der Campingboom hält an und wandelt sich zugleich. Zelten auf der Wiese war einmal. Die Nachfrage nach ausgezeichneten Campingplätzen ist inzwischen viel größer als das Angebot, so Hans. Campingurlaub ist eine Lebensstilfrage geworden und so manches Wohnmobil kostet so viel wie eine Eigentumswohnung in der Stadt. Entsprechend anspruchsvoll sind unsere Gäste, die aus allen Gesellschaftsschichten kommen und gemeinsam die Sehnsucht nach Freiheit, Individualität und Nähe zur Natur teilen.

Auf die Frage, ob sie selbst Camper seien, müssen beide lachen. Denn in der Tat, erst vor vier Jahren sind sie zu ihrem ersten Campingurlaub aufgebrochen. In einem Kastenwagen von Hymer, dem „Fredl“ (Name des Wohnmobils). Annalena bereist seither mit ihrem Mann im Wohnmobil die Welt. Bis Neuseeland haben sie es schon geschafft. Diese Reisen, meint sie, sind sehr inspirierend und bereichernd. Dabei geht es nicht um die eine große Idee, sondern um die vielen kleinen Details, die man zufällig entdeckt und mit nach Hause bringt.

Ja, und da ist noch die Pinnwand vor dem Fenster im Büro. Beim genaueren Hinsehen wird klar, da hängt ein Ausschnitt der Holmernhof-Zukunft in Bildern, Zeichnungen und Memos. Jede Idee wird hier geparkt. Je länger und höher etwas angepinnt bleibt, desto wahrscheinlicher wird die Umsetzung, so das Gesetz dieser Pinnwand. Und ganz oben hängt aktuell die Skizze einer Brauanlage. Die ist schon gekauft, verrät Hans. Wir müssen nur noch das Gebäude drum herumbauen, fügt er lapidar hinzu.

Beide, Annalena und Hans, sind Biersommeliers. Annalena im übrigen auch Wein-Sommelière. Bierbrauen bezeichnet sie als spektakulär. Aus nur vier Grundzutaten so unterschiedliche sensorische Erlebnisse erzeugen zu können, findet Annalena einfach überwältigend.

Während die Bierindustrie Masse mit dem immer gleichen Geschmack produziert, beleben kleine Manufakturen die Biergenuss-Szene mit spektakulären Bieren und Aromen, die einem nicht mehr aus dem Sinn gehen, schwärmt Annalena. Und Hans erinnert sich an eine Online-Bierverkostung, bei der der Braumeister einer kleinen Manufaktur eine Dreiviertelstunde begeisternd über ein einziges Bier erzählen konnte. Diese Typen machen den Unterschied, bekräftigen beide.

Schon seit geraumer Zeit beschäftigen sich Annalena und Hans mit dem Thema Bierkultur und -genuss und sind seit 2020 Partner der Bierkulturregion Niederbayern. In ihren Restaurants reichen sie den Gästen ausgesuchte Bierspezialitäten und reisen dafür wie Scouts durch halb Europa. Neben der Brauanlagenskizze auf der Pinnwand hängt in gleicher Höhe die Vision von einer Grillstation. Ein Traum von Hans, der, wenn er Wirklichkeit wird, alles in den Schatten stellen wird, was wir uns bisher unter Grillen so vorstellen können, verspricht er mit kraftvoller Stimme, die keinen Zweifel darüber aufkommen lässt, dass das schon inzwischen mehr als nur ein Sehnsuchtsbild ist.

Zum Schluss reden wir noch über die Spezies Camper an sich. Die beiden sind überzeugt, dass das die besten Urlauber sind, die man sich wünschen kann. Leger, gemütlich und gesellig und jenseits aller Steifigkeit, so beschreiben die beiden ihre Gäste. Camper sind viel redseliger als der traditionelle Urlauber, ist sich Hans sicher und wettet, dass er auf den ersten Blick einen Ferienwohnungsgast von einem Camper unterscheiden kann. Denn die Camper, so Hans, finden sich schnell in Gruppen zusammen und reden doppelt so viel. Und noch eine Beobachtung haben die beiden gemacht: Den täglichen Spüldienst müssen zu neunzig Prozent die Männer übernehmen … na dann.

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HOMESTORY KAPELLENHOF

Die Sinnstifterin
Hannelore Hopfer Journalistin und Gastgeberin vom Kapellenhof

Hannelore Hopfer ist Journalistin und Unternehmerin aus tiefer innerer Überzeugung.  Und das nicht erst seit gestern. Schon als Kind hat sie eine Vorstellung darüber, was sie einmal werden will: Reporterin. Und so sollte es auch kommen. Ihr Traum wird zum Beruf, der Beruf zur Berufung und die Berufung führt sie eines Tages in den Bayerischen Wald um dort heimisch zu werden und einen Flecken heile Welt zu erhalten. Aber der Reihe nach…

Nach der Matura studiert Hannelore Hopfer empirische Sozialwissenschaften in den Fächern Pädagogik, Psychologie und Publizistik in Wien und in München. Noch während des Studiums bricht sie 1975 auf nach Salzburg. Stadt und Land werden ihr zur Heimat und der ORF zur Berufung. Die Aufgabe als Journalistin bringt es mit sich, dass sie herumkommt und viele Menschen und ihre Geschichten kennenlernt. Nebenbei liest sie seit Kindheitstagen. Mit ihrem weiten und tiefen Weltblick und dem Interesse für Mensch und Umwelt bleibt ihr der allmähliche Wandel auf dem Land nicht verborgen: Die Dörfer verlieren allmählich ihre Menschen, vor allem die Jugend an die Städte und ob sie je einmal zurückkehren werden, bleibt ungewiss.  In der Landwirtschaft gilt inzwischen das Prinzip „wachse oder weiche“, was zu einem nachhaltigen Wandel in der Kulturlandschaft führt und auch das Landschaftsbild überall verändert.  Auch viele Unternehmen richten im Laufe der Zeit ihre Blicke so fest auf urbane Zentren und Lebensstile, dass ihnen Entwicklungen und Chancen im ländlichen Raum oft vollständig abhandenkommen.

1985 reist Hannelore Hopfer aus beruflichen Gründen für den BR zum ersten Mal in den Bayerischen Wald und lernt zu ihrer großen Freude einen noch immer weitgehend authentischen Landstrich kennen und lieben. Hier diktieren noch das Relief der Landschaft und heimatverbundene Menschen, was getan wird und was nicht. So kommt es, dass sie das kleine Dorf Marchzipf und den Schmalzdobl, einen tief eingeschnittenen Talboden der Wolfsteiner Ohe kennen und schätzen lernt. Fortan hat Hannelore Hopfer zwei Heimaten und pendelt viele Jahre zwischen dem Bayerischen Wald und dem Salzburger Land. Es soll noch eine ganze Weile dauern, bis Hannelore Hopfer den in ihrer Bayerwaldheimat liegenden Kapellenhof erwirbt und auf nachhaltigen Tourismus ausrichtet.

Der Kapellenhof liegt auf einem Hang über dem Talboden der Wolfsteiner Ohe und hat tiefreichende, 120-jährige Wurzeln. Seinen Namen bekam der Hof von der Kapelle beim Altbau und der langen Tradition als Viehweide für die Tiere der Umgebung. So erwirbt 1911 eine Weidegenossenschaft den Grund und Boden im Umfeld des Hofes. Aus Feldern entstehen Wiesen und weitläufige Areale, die die Genossenschaft in Koppeln aufteilt. Zudem pflanzt sie Obstbäume, die Mensch und Tier gleichermaßen als Obst- oder Schattenspender dienen. Noch heute sind Teile der alten Baumbestände erhalten und leuchten als Blütenmeer im Frühling weithin sichtbar. Durch Um- und Neubau entstehen damals auch Stallungen für Rinder.

In den 60-er Jahren wechseln die Besitzer und der Kapellenhof wird fortan ein beliebter Ferienhof in der Region. 1991 verändert dann ein Blitzschlag von einer Minute auf die andere alles.  Stallungen und Scheune werden ein Raub der Flammen und nur die Grundmauern des ehemaligen Kuhstalls vom Kapellenhof bleiben stehen. Es vergeht ein ganzes Jahr bis mit Gisela Thuringer wieder Leben in der Landwirtschaft einkehrt. Als Pächterin übernimmt sie Weiden und Stall und beginnt einen nachhaltigen Freizeit-Reitstall aufzubauen. Natur- und artgerechte Pferdehaltung werden zum Segen für Hof, Mensch und Tier. Zwanzig Pferde genießen den „Luxus“ von 24 Hektar Weidefläche. Ihre Sommernächte verbringt die Herde draußen auf der Weide und tagsüber drinnen im Stall, um vor Fliegen und Bremsen geschützt zu sein.

Gisela Thuringer widmet sich aber auch mit aller Aufmerksamkeit Grund und Boden. Die Wiesen lässt sie im Wechsel beweiden, zweimal pro Jahr mähen und mit dem Mist aus dem Pferdestall düngen. So entstehen im Laufe von 25 Jahren flächenbezogener Landwirtschaft auf dem Kapellenhof artenreichste Weiden mit 185 Pflanzenarten. Im Jahr 2008 wird Gisela Thuringer von der unabhängigen Pferdefachzeitschrift „Pegasus“ dafür mit dem Preis „artenreichste Pferdeweide Deutschlands“ geehrt.

Als Hannelore Hopfer im Jahr 1993 auf der Suche nach einer Unterkunft für ihr zweieinhalb Jahre altes Fohlen „Mucka“ ist, kreuzen sich ihre Wege. Beide teilen von der ersten Minute an gemeinsame Vorstellungen, was das Verständnis von Landwirtschaft und den Respekt der Menschen gegenüber Tieren angeht. Diese Beziehung ist mitunter einer der Gründe, weshalb Hannelore Hopfer im Jahr 2013 den Hof auch erwirbt. Rückblickend meint sie, „der Entschluss, das Anwesen mitsamt der Landwirtschaft zu kaufen, war ein spontaner Akt“. Und sie ergänzt: „Ich wollte nicht, dass jemand den Kapellenhof führt, der nicht zu dem steht, was den Kapellenhof im Kern ausmacht: Nachhaltigkeit und das Mit- und Füreinander.“

Diese Werte sind für Hannelore Hopfer der Bezugspunkt für alles Handeln. Ihr Credo: Gastgeber, die nicht aus tiefster Überzeugung Nachhaltigkeit leben und die Grenzen des Wachstums beachten, werden in Zukunft kläglich scheitern. Zum Beweis verweist sie auf den Philosophen und Nationalökonomen Leopold Kohr aus Oberndorf bei Salzburg, der im vergangenen Jahrhundert das menschliche Maß zu seiner wichtigsten Botschaft gemacht hat. SLOW und SMALL sind Leitlinien, die nie aktueller waren als heute, so Hannelore Hopfer.

Dem Kapellenhof hat Hannelore Hopfer bewusst Grenzen gesetzt.  In den vergangenen Jahren haben Handwerker aus der Region das Anwesen mit viel Liebe zum Detail und heimischem Holz renoviert und zu einem Wohlfühlort gemacht. Das „Well-Being“ auf dem Kapellenhof entspringt der Anmut der Natur und vielen malerischen und stillen Orten für Mensch und Tier in der Umgebung.  Im Wirtshaus wird mit biologischen und regionalen Zutaten gekocht und alles frisch zubereitet. Convenience hat hier kein Zuhause. Barbara Poschinger-Achenbach im Service und Küchenchef Manuel Hartl garantieren höchste Qualität aus regionalen und Bioprodukten. Und dann verweist Hannelore Hopfer auf den Hausverstand und betont: „Wir servieren unseren Gästen halt nur das, was wir auch selbst gerne essen, und das kommt entweder aus dem Bayerischen Wald oder aus meiner Heimat in Österreich“. Wie schön und wie einfach!

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aldersbacher festbier

brauerei aldersbach

aldersbacher festbier

Es ist das Lieblingsbier unseres Braumeisters, der dieses köstliche Elixier traditionell vor jeder Volksfestsaison mit der Brauereifamilie, den Festwirten und Vereins-vertretern komponiert. Es kommt auf den Volksfesten zum Ausschank, ist aber wegen seiner großen Beliebt-heit auch als Flaschenbier erhältlich.

Die untergärige Spezialität wird nach altüberliefertem Braurezept mit Pilsner Malz, mit Aromamalz und unse-rem kristallklaren Wasser aus einem Tiefbrunnen einge-braut und mit Hallertauer Tradition sowie Hallertauer Perle gehopft. Dann gönnen wir ihm 6 Wochen Reifung und Ruhe, bevor es blank filtriert in die Flasche kommt. Seine sonnengelbe Farbe mit leicht goldenen Reflexen ist pure Energie für das Auge. Das leicht malzige Aroma und die feinen Hopfennoten streicheln die Nase. Am Gaumen spürt man seine milde Süße und zunehmende Malzpräsenz, eingebettet in eine stilvolle Bittere.

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