Archives for Streckentouren

Der Süden – Bierkultur auf zwei Rädern

Der Süden – Bierkultur auf zwei Rädern

Die Tour Süd beginnt in Vilshofen, wo sich die Donau scheinbar unbeteiligt zeigt, während unter deinen Füßen die BierUnterwelten von 700 Jahren Brautradition erzählen. Hier wurde Josef Groll geboren, der Erfinder des Pilsners – ein junger Brauer, der aus dem Vilshofener Alltag heraus das berühmteste Bier der Welt prägte. Mit diesem Wissen im Gepäck fühlt sich jeder Tritt an, als würdest du ein Stück Geschichte weitertragen. Die kleine Groll-Kapelle am Hang wirkt wie ein sanftes Nicken dazu, und oben öffnet der Piske-Turm das Vilstal wie eine große, grüne Bühne, auf der deine Tour erst richtig beginnt.

Je weiter du rollst, desto deutlicher zeichnet sich Aldersbach ab – ein Ort, der so selbstverständlich nach Bierkultur klingt, dass man fast vergisst, dass hier ein Kloster steht. In Aldersbach verschmelzen Brautradition, Asamkirche und Wirtshausleben zu einem einzigen, warmen Gedanken von Gastlichkeit. Danach übernimmt das Rottaler Hügelland die Regie: Hügel, die sich leicht heben und senken, Flächen wie weiche Kissen, und irgendwo dazwischen Bad Griesbach, das dir anbietet, zu bleiben, wenn du willst. Dort zeigt der Holmernhof mit der „Zur Leibspeis“ durch seine gläserne Hausbrauerei, wie nah Brauen und Wirtshausküche beieinanderliegen können – fast wie zwei Hände, die das Gleiche tun.

Hinter Rotthof, wo die Siebenschläferkirche aus dem Talgrund schimmert, wird die Landschaft offener. Der Inn begleitet dich still nach Passau, wo das Kaffeewerk mit Kaffee, Kuchen und über 30 regionalen Bieren einen Moment schafft, der sich wie eine freundliche Atempause anfühlt. Ein paar Kurbeln weiter taucht im Halbschatten das historische Gewölbe des Ratskellers auf – ein Ort, an dem Löwenbrauerei-Biere und Rathausstein seit Jahrzehnten miteinander zurechtkommen.

Dann hebt sich die Tour erneut: Der Donau-Wald-Radweg zieht dich hoch ins Wegscheider Land, als würde die Landschaft deine Schultern leicht anheben. Oben sitzt das Landrefugium Obermüller wie eine Antwort auf alles, was anstrengend war – warm, ruhig, mit Küche und Wellness, die sich anfühlen wie eine sanfte Einladung. Bald öffnet sich die Erlebnisregion Böhmerwald, eine weichere, hellere Welt, und der Hubertushof Peilstein tritt genau dort auf, wo man ihn braucht: mit Kräutern aus dem Garten, Schlägler Bieren und einer Küche, die das Land auf den Teller holt.

Kurz darauf tritt Stille ein – jene Stille, die nur Orte wie Stift Schlägl erzeugen. Seit 1580 braut man hier Bier, als wäre es eine Form von Gebet. Die immer wiederkehrenden Abschnitte entlang des Flusses Große Mühl tragen dich anschließend, ohne viel zu fragen, weiter Richtung Golfwirt Seitelschlag, wo sich Sonne, Grün und regionale Küche leise verschränken.

Zurück in Bayern steigt der Weg kaum merklich an, und plötzlich öffnet sich ein Hang, auf dem das Edlgütl Hideaway liegt. Ein Ort, der nichts beweisen muss: feine Küche, ehrliches Bier, weiter Blick. Danach beginnt der Wald zu sprechen – in vagen Sätzen, verstreut wie die Häuser der Spillerhäuser, ein Grenzraum, der viel gesehen hat und wenig erzählt.

Und schließlich, wie auf einer eigenen Achse, steht das Gut Riedelsbach im Land: das erste Bier- und Wohlfühlhotel Europas. Ein Haus voller Biere, Wärme und Geschichten. Ein Ort, an dem die Tour nicht endet, sondern zur Ruhe kommt – wie ein guter letzter Satz, der noch nachklingt, wenn man das Buch bereits geschlossen hat.

„Fahr einfach los – der Rest ergibt sich spätestens im Biergarten.“ Tipp: Zum Übernachten bieten sich etliche Hotels in Passau, das Hotel Zur Post oder der Hubertushof an.

Gefördert: INTERREG V-A Programm Bayern–Österreich 2021–2027
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Die Mitte – Bierkultur auf zwei Rädern

Die Mitte – Bierkultur auf zwei Rädern

Die Tour Mitte setzt leise ein: ein paar Donaukilometer, ein Atemzug Klosterstille in Niederaltaich, und schon spürst du, wie dich das Land aus dem Flussraum hinaushebt – hinein in Hügel, die im Morgenlicht wie geschwungene Schultern wirken. Zwischen Auerbachs Dorfweiher und den ersten ernsthaften Anstiegen von Berging verliert die Donau ihren Einfluss, und der Bayerische Wald beginnt, seine Sprache zu sprechen: Waldduft, ein paar Höhenmeter, Stille.

Oben, im offenen Licht, taucht wie selbstverständlich der Gasthof zum Sonnenwald auf – ein Wirtshaus, das wirkt, als hätte es schon immer genau hier stehen sollen. Die Küche kommt aus nächster Nähe, die Biere aus vertrauten Händen, und für einen Moment stimmt die Balance von Arbeit am Pedal und Belohnung im Glas. Kaum rollst du weiter, öffnet sich das Tal, und Zenting empfängt dich mit einer Mischung aus bäuerlicher Würde und wirtshauswarmer Verlässlichkeit. Der Kammbräu gehört hier so sehr zum Ortsbild wie der Kirchturm; sein Biergarten wirkt, als hätte er die Sonne fest abonniert.

Hinter Thurmansbang glitzert der Dreiburgensee zwischen den Bäumen – ein stiller See, neben dem sich die Biergärten verstecken wie vertraute Verabredungen. Und kaum hast du den See hinter dir gelassen, schiebt das Ilztal sanft die nächste Tradition heran: In Kalteneck trifft Bahngeschichte auf Braukultur, denn nicht weit dahinter liegt Hutthurm, eine Brauerei, die seit Jahrhunderten so unerschütterlich steht wie die Hügel, in die sie eingebettet ist.

Von hier wird das Land weicher. Büchlberg breitet seine Hügel aus, und im Stemp, wo Küche, Bier und Wellness eine angenehme Allianz eingehen, gewinnt die Tour einen fast mondänen Ton. Kurz darauf zeigt Hauzenberg, wie modern Bierkultur aussehen kann: Die Brauliebe Hirz wirkt wie eine junge Variante des Waldes selbst – verwurzelt, eigen, mit Urgetreide im Herzen und neugierigem Blick nach vorn.

Es folgt der vielleicht ruhigste Abschnitt: Wegscheider Land, Wiesen, Waldkanten und ein Wellnessresort Reischlhof, das so selbstverständlich daliegt, als sei es aus einer Wiese herausgewachsen. Von dort steigt der Weg hinauf in die Erlebnisregion Böhmerwald im oberen Mühlviertel – Julbach, mild und obstbaumreich, wirkt fast wie ein kleines Meran, und der Kutscherstadl gehört zu diesen Gasthäusern, in denen Herzhaftes und ein kühles Bier das Weiterfahren unnötig erscheinen lassen.

Dann, plötzlich, Klosterstille: Stift Schlägl, mächtig und gesammelt, wo seit 1580 Bier ruht und reift. Es ist einer dieser Orte, an denen man vom Rad steigt, weil es sich richtig anfühlt. Mit immer wiederkehrenden Abschnitten entlang des Flusses Große Mühl gleitet die Tour weiter wie von selbst, bis der Golfwirt Seitelschlag im Sonnenlicht auftaucht.

Zurück in Bayern wartet Pilger, wo Brot, Pralinen und ein Radlerbier ein Dreiklang sind, der fast poetisch wirkt. Gleich dahinter öffnet sich ein Hang, auf dem das Edlgütl Hideaway wie ein stilles Versprechen liegt – ein Haus für Menschen, die gutes Essen ernst nehmen und Bier als Kultur begreifen. Die Gastgeber sind leidenschaftliche Bierenthusiasten, ihre Küche präzise, warm und überraschend; ein Ort, an dem man eher verweilt, als weiterzufahren.

Und ehe du dich versiehst, stehst du wieder bei einem vertrauten Leuchtturm der Bierkultur: dem Gut Riedelsbach, das mit seinen 100 Bieren und seinem Gewölbe von Gemütlichkeit wie ein Kapitelabschluss wirkt. Danach bleibt nur noch der Höhenweg der Ewigkeit – ein Name, der seine Berechtigung hat –, bis der Hüttenhof sichtbar wird: eine Wellnessoase am Hang, Sauna im Blick, Bierkarte mit mindestens 30 Spezialitäten im Griff, und der Punkt unter einem langen, genussvollen Satz.

Jetzt losradeln – die bayerisch-böhmische Bierkultur verbindet das Land, du verbindest sie auf zwei Rädern. Tipp: Zum Übernachten bieten sich der Landgasthof Kammbräu, das Wellnesshotel Das Stemp oder der Reischlhof an.

Gefördert: INTERREG V-A Programm Bayern–Österreich 2021–2027
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Der Norden – Bierkultur auf zwei Rädern

Der Norden – Bierkultur auf zwei Rädern

Die Tour Nord beginnt dort, wo Dampfbierduft und Waldbahnluft ein stilles Bündnis eingehen: am Bahnhof Zwiesel, dem Tor zur Nationalparkregion. Kaum rollst du los, grüßt dich die erste Dampfbierbrauerei Zwiesel – ein freundlicher Hinweis, dass diese Reise mehr ist als nur Kilometer und Höhenmeter.

Hinter Zwiesel wird es gläsern: In Frauenau vermählt die Glashütte Eisch Bierkultur mit Genusskultur, und du ahnst, dass hier am Rand des Nationalparks – mal bayerisch, mal böhmisch – Wald, Handwerk und Wirtshaus in natürlicher Eintracht leben. Der Weg nach Grafenau führt durch Bachtäler, stille Wälder und einen Landstrich, der seine Biergärten so ernst nimmt wie andere ihre Gipfelkreuze. Beim Bucher Bräu im Bräustüberl schmeckt es besonders gut.

Über Freyung beim Langbräu und Waldkirchen weitet sich der Blick, und im Biergarten des Hotel Gottinger liegt dir der Bayerische Wald tatsächlich zu Füßen. Weiter östlich rückt der Dreisessel näher, und mit ihm das unvergleichliche Gut Riedelsbach – Europas erstes Bier- und Wohlfühlhotel, wo rund 100 Biere darauf warten, dass du die Qual der Wahl akzeptierst.

Hinter der Grenze wird es klösterlich: Im Stift Schlägl wird seit 1580 Biergeschichte geschrieben. Und kurz bevor du endgültig donauwärts rollst, wartet noch ein bayerisches Bierjuwel: die Brauliebe Hirz, Heimat des ersten Dinkelbieres und ein Ort, an dem Urgetreide plötzlich sehr modern schmeckt.

Schließlich gleitest du hinunter nach Passau, vorbei an Flusskanten und Stadttürmen, hinein in den Ratskeller – wo ein Löwenbrauerei-Bier unter historischen Gewölben besonders gut zur Ruhe kommt. Und wer noch nicht genug hat, findet im Kaffeewerk eine letzte Versöhnung zwischen Kaffeeduft und Bierkultur.

Jetzt losradeln – erlebe die unentdeckte bayerisch-böhmische Bierkultur. Mehr Infos zu den Regionen findest du auf bierkulturregion.de und muehlviertel.at
Tipp: Zum Übernachten bieten sich der Hubertushof oder der Reischlhof an.

Gefördert: INTERREG V-A Programm Bayern–Österreich 2021–2027
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